Oldenburg /Hude Die Anreise zum Auswärtsspiel war kurz, die Anlaufzeit im Derby dafür umso länger: Nach einer verkrampften ersten Halbzeit kamen die Drittliga-Handballerinnen des VfL II bei der HSG Hude-Falkenburg erst im zweiten Durchgang richtig in Fahrt und gewannen am Ende beim Tabellen-Schlusslicht doch noch deutlich mit 25:14.

„Viele Gegentore haben wir nicht gut verteidigt“, kritisierte Trainerin Alexandra Hansel den enttäuschenden Auftritt in den ersten 30 Minuten, in denen die Gastgeberinnen am Sonnabend den besseren Start erwischt hatten. Bereits nach zwei Minuten führte die HSG 2:0 und verteidigte den Vorsprung zunächst. Einfache Fehler und schlechtes Passspiel der favorisierten Gäste machten es dem Tabellenletzten allerdings auch viel zu einfach. Erst in der 13. Minute gelang Julia Kerber vor 140 Zuschauern mit dem 5:4 die erste VfL-Führung.

Mit einem 12:11 für die Oldenburgerinnen ging es in die Pause, nach der sich der Favorit aber zunächst einmal weiter schwer tat. Als Ex-VfLerin Kea Drewes in der 37. Minute auf 13:15 verkürzte, deutete vieles auf ein bis zum Ende spannendes Duell hin.

Doch der Eindruck täuschte. Denn der Treffer war für 20 Minuten das letzte Tor für das Landkreis-Team. Das nutzten die VfL-Frauen, die fortan immer besser ins Spiel kamen, im Stile einer Spitzenmannschaft aus. Vor allem Tempogegenstöße sorgten für eine sichere 23:13-Führung (54.).

Und auch die VfL-Abwehr ließ kaum noch etwas zu. Die Bälle die dennoch durchkamen, entschärften die gut aufgelegten Torfrauen Madita Kohorst und Mareen Rump. „In der Pause haben wir den ersten Durchgang gut aufgearbeitet. Danach hat alles wunderbar funktioniert“, lobte Hansel die Leistungssteigerung ihrer Auswahl, die in Durchgang zwei nur drei Gegentreffer kassierte.

Neben dem Torhüterinnen-Duo holte sich Lena Thomas ein Sonderlob der Trainerin ab: „Lena hat heute sehr gut gespielt – in Abwehr und Angriff.“ Beste Werferin der Gäste war Inga Frenzel, die zehnmal traf und dabei ihre sechs Siebenmeter alle sicher verwandelte. Den letzten überließ sie dann allerdings Mannschaftsführerin Ilka Zwick. Die Linksaußen verwandelte ebenfalls und erzielte damit ein für sie ganz besonderes Tor, wie Hansel verriet: „Das war Ilkas erster Siebenmeter für den VfL.“

Weiter geht es für den Tabellendritten erst in zwei Wochen. Am Sonnabend, 13. Februar, erwartet der VfL II den TV Oyten zum Spitzenspiel in der Sporthalle Wechloy. Beginn ist um 16.30 Uhr.

VfL II: Kohorst, Rump – Roller, Prante, Zwick 2/1, Thomas 5, Buschmann 2, Frenzel 10/6, Kerber 1, Schilling, Balthazar, Behrend 5.

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