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Frage: Hallo Herr Haver, im neuen Saisonheft überrascht der OTeV mit einem Jobgesuch für Michel Dornbusch. Darin preisen Sie den Mannschaftsführer des Zweitliga-Teams gegenüber hiesigen Unternehmen an, damit er auch im Berufsleben weiter für den Verein spielen kann. Wie kam’s dazu?

Peter Haver (60): Die Idee hatte unser Trainer Daniel Greulich. Ich hielt es für eine gute Maßnahme. Allgemein sind wir gerne bereit, bei der Zukunftsgestaltung behilflich zu sein.

Frage: Herr Dornbusch, wie wichtig wäre Ihnen ein Job in der Region?

Michel Dornbusch (26): Ich persönlich bin für vieles offen, aber gerade langfristig wäre ich schon gerne im Norden und am liebsten auch in Oldenburg. Außerdem würde ich gerne noch einige Jahre für den OTeV spielen.

Frage: Wann haben Sie Dornbusch zuletzt spielen sehen?

Haver: Im Winter während der Hallensaison. Er hat noch mal eine kleine Schippe draufgelegt.

Frage: In der aktuellen Form könnten Sie auch international wieder mitmischen. Sie legen Ihr Augenmerk aber auf die Punktspiele. Warum?

Dornbusch: Schon seit dem Winter spiele ich konstant auf gutem Niveau und bin sehr zufrieden. Da fängt man an zu überlegen, ob man nicht noch einmal international angreifen soll. Letztlich bin ich aber der Meinung, dass sich das nur lohnt, wenn man es komplett durchzieht und jede Woche ein Turnier spielt.

Frage: Das geht nicht?

Dornbusch: Mit meinen Klausuren und der Masterarbeit in England und der anstehenden Bundesliga-Saison war das unmöglich. Für die Zeit nach den Punktspielen würde ich aber nichts ausschließen.

Frage: Wie regelmäßig tauschen Sie sich mit Greulich aus?

Haver: Nicht allzu oft, aber mehrfach im Jahr. Alleine, wenn wir uns auf dem Vereinsgelände sehen. Feste Termine sind es acht bis zehn.

Frage: In all den Jahren gab es sicher auch Differenzen zwischen Mannschaft, sportlicher Leitung und Vorstand...

Haver: Nein, hat es nie gegeben. Daniel regelt das zu 90 Prozent, und es gibt keinen Ärger mit uns. Ich glaube, sonst würde man das auch im ganzen Verein nicht verkaufen können. Es geht ja bei uns doch wesentlich familiärer zu. Ich war oft auf auswärtigen Veranstaltungen, nicht nur 2. Bundesliga, sondern auch Nordliga. Das sind oft mehr so Legionärstruppen.

Dornbusch: Ich glaube, dass beim OTeV nahezu alle sehr ähnliche Vorstellungen bezüglich der Punktspiele haben. Selbstverständlich gibt es immer mal kleinere Differenzen – aber so etwas gehört im Leistungssport dazu. Wichtig ist, dass man drüber redet und gemeinsam zu einer Lösung kommt. Das haben wir immer perfekt hinbekommen.

Frage: Egal in welchem Alter, Oldenburger Teams in den höchsten Ligen kommen stets vom OTeV – finden Sie die Konzentration an Talenten und Spitzensport in einem Verein nicht bedenklich?

Haver: Die anderen Vereine sind teils aus finanziellen Gründen nicht so bereit zu fördern. Wir haben vor zwölf Jahren gesagt, wir sind bereit, den Männerbereich zu binden. Wir haben den anderen Vereinen gesagt, wenn ihr euch beteiligen wollt, sind wir zu einer Kooperation bereit. Daraus ist nichts geworden. Woran das liegt, weiß ich nicht.

Frage: Herr Dornbusch, Ihr Teamkollege und Freund Mattis Wetzel hat beim Polizei SV angefangen. Was können Vereine tun, damit die Besten nicht alle zum OTeV abwandern?

Dornbusch: Ich glaube, dass das einfach der natürliche Lauf im Leistungssport ist – nicht nur im Tennis, sondern in fast allen Sportarten. Der OTeV bietet den besten Spielern der Region nun einmal die besten Möglichkeiten. Alle Spieler von der ersten bis hin zur dritten Mannschaft können Tag für Tag voneinander profitieren. Darum ist es für kleinere Vereine auch schwer, die besten Spieler zu halten.

Frage: Die EWE zieht sich als Sponsor immer weiter zurück. Würden Sie sich mehr Unterstützung von örtlichen und regionalen Sponsoren wünschen – oder ist da nicht mehr drin?

Haver: Welcher Sportverein wünscht sich das nicht (lacht). Generell ist zu sagen, dass die Finanzierung solcher Mannschaften aus Zuschussmitteln von Spenden und Sponsoren kommt. Die Deckungslücke ist noch nicht gefüllt, aber wir werden das schon schaffen.

Frage: In einer Woche startet der OTeV am Sonntag in Iserlohn in die vierte Saison in der 2. Bundesliga Nord in Folge. Was erwarten Sie nach den Platzierungen drei, vier und drei – dabei immer mit positiver Punktdifferenz – vom Team 2017?

Haver: Erst einmal, dass die Spieler denselben Spirit beibehalten – das ist mir wichtiger als alles andere. Dazu, dass sie zusammenbleiben und Erfolg haben – das ist schon, nicht abzusteigen.

Dornbusch: Die Liga ist dieses Jahr voraussichtlich so stark und ausgeglichen wie nie zuvor. Es wird sicherlich keine einfache Saison. Ich denke, dass wir dennoch gute Chancen haben, das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Wir haben unsere beiden französischen Topspieler Maxime Chazal und Florian Reynet halten können. Lediglich Richard Becker wird uns nicht mehr zur Verfügung stehen. Ich sehe uns wieder ähnlich stark aufgestellt wie vor einem Jahr.

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