OLDENBURG OLDENBURG - Was am vergangenen Wochenende beim 4:0-Heimsieg gegen Spelle-Venhaus unter den VfL-Fans wie ein Lauffeuer die Runde machte, interessiert Frank Claaßen auch vor seinem ersten Auswärtsspiel als Coach des Fußball-Niedersachsenligisten VfL nicht die Bohne. Dabei kann das VfL-Urgestein gemeinsam mit seinem wiedererstarkten Team am Sonntag bei Fortuna Sachsenross Hannover (15 Uhr) Historisches im ewig jungen Duell mit dem Stadtrivalen VfB Oldenburg vollbringen. Schließlich fehlt den Grünen vor dem Spieltag nur noch ein einziges Törchen, um erstmals seit 40 Jahren vor den Blauen in einer Tabelle zu rangieren. Claaßen: „Damit beschäftige ich mich erst, wenn es irgendwann vielleicht mal so weit ist. Wir konzentrieren uns aber voll auf uns selbst.“

So gilt die ganze Aufmerksamkeit bei den Gastgebern vor allem Spielertrainer Patrick Werner, den Claaßen noch aus seiner eigenen aktiven Zeit in „unguter“ Erinnerung hat, und zwar als Torjäger beim SC Langenhagen. „Wenn er – wie zuletzt – nur Libero spielt, wäre ich schon froh.“ Vor dem ehemaligen VfLer Andree Wölm als Neuzugang in der Sachsenross-Offensive hat er indes keinen großen Respekt: „Vor ihm haben wir bestimmt keine Angst, auch wenn er in der Vorsaison, damals noch für Langenhagen, gegen den VfL immer getroffen hat.“

Überhaupt hat Claaßen vielmehr die Stärken seiner eigenen Mannen im Blick: „Wir werden das offensive System nicht verändern, auch wenn es wohl ein, zwei Veränderungen in der Startelf geben wird.“ So darf sich Ralf Zosel Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen. Zudem legte der VfL-Coach im Taining das Hauptaugenmerk auf eine flinkere Spielweise. „Ich möchte schnellere Tempowechsel und Pässe in die Tiefe, nach denen wir uns nach vorne und nicht nach hinten drehen.“

Während es in der Torwartfrage noch keine Lösung gab, und Ersatzkeeper Lutz Schwarzkopf erneut zwischen den Pfosten steht (Claaßen: „Er hat seine Sache bisher sehr gut gemacht – ich hoffe, dass es weiterhin gut geht“), deutet sich eine interessante Alternative fürs Mittelfeld an. So wusste der Ghanaer George Alhassan (zuletzt Bonner SC) bei seinen ersten Auftritten als Trainingsgast zu überzeugen. Ob der technisch starke und torgefährliche, 28-jährige Mittelfeld-Allrounder definitiv zum VfL stößt, entscheidet sich in den nächsten zwei Wochen.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.