Oldenburg Dass sie in diesem Jahr bei den Stadtmeisterschaften im Hallenfußball vor den Strapazen der Vorrunde stehen, müssen sich die Oberliga-Fußballer selbst ankreiden. Der Seriensieger der Jahre 2003 bis 2005 sowie 2012 bis 2014 verpasste vor zwölf Monaten völlig überraschend das Halbfinale und muss sich nun an diesem Sonnabend ab 11.30 Uhr in der kleinen EWE-Arena erst einmal für die Endrunde am Sonntag (Beginn um 13.30 Uhr) qualifizieren.

„Notgedrungen und dummerweise müssen wir durch diese Qualifikation, aber vor einem Jahr war bei den Spielern keine Lust und kein Feuer zu sehen. Das war inakzeptabel“, ärgert sich VfL-Coach Ulf Kliche noch immer über den miesen Auftritt: „Ich bin mir sicher, dass wir die Qualifikation schaffen. Die Vorrunde wird aber schlauchen.“

Zusammen mit Co-Trainer Key Riebau und Kapitän Nils Frenzel will Kliche die Spieler für die Duelle am Sonnabend mit TuS Bloherfelde, FC Medya, Tura 76 und Post SV auswählen. Die Spieler haben wie das Trainerteam die Stadtmeisterschaft vor Augen, die Rückrunde in der Oberliga aber schon im Hinterkopf. Am Montag hat die Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen. In den Einheiten bis zum voraussichtlich ersten Spiel am 14. Februar bei Spitzenteam SVG Göttingen will das Trainergespann dem Team eine offensivere Ausrichtung geben.

„Wir haben nur fünf Spiele verloren, aber bei einigen unnötigen Unentschieden Punkte abgegeben“, meint Riebau: „Wir müssen mehr Torchancen kreieren, um Tore erzielen zu können.“ Der 25-Jährige ist zu Saisonbeginn als Spieler von Ligarivale SSV Jeddeloh an die Alexanderstraße zurückgekehrt. Zudem übernahm er die seit dem Abgang von Marc Bury im Winter 2014/2015 vakante Co-Trainer-Position und wurde zum Chefstrategen auf dem Platz.

„In Gesprächen mit Rainer Bartels und Ulf Kliche haben wir gemerkt, dass Ulf und ich vieles im Trainingsbereich und in der Spielidee ähnlich sehen“, sagt Riebau. „Key hat eine Menge Erfahrung aus seiner Arbeit als Co-Trainer von Stephan Ehlers bei der U 19 des JFV Nordwest“, sagt Kliche und hat die ersten sechs Monate Zusammenarbeit genossen: „Er ist ein junger und ehrgeiziger Trainer, der viele neue Ideen eingebracht hat. Er passt zu unserer verjüngten Mannschaft.“

Der B-Lizenzinhaber war von 2013 bis 2015 beim JFV Co-Trainer von Ehlers, mit dem er zuvor 2012 die U 17 des VfL in die Bundesliga geführt hatte. Jetzt ist er beim Training der meist auch sehr jungen VfL-Männer der heimliche Chef auf dem Platz. „Key leitet viele Einheiten in Absprache mit mir, er hat einen sehr akribischen Blick auf die Abläufe“, lobt Kliche.

Auch bei den Spielen zahlt sich die Konstellation aus. „Auf dem Platz sieht Key die Situationen aus einem anderen Blickwinkel als ich von der Seitenlinie“, meint Kliche. Auf dem Weg in die Kabine werden in der Pause mögliche Veränderungen besprochen.

„Die unterschiedlichen Blickwinkel helfen uns natürlich“, sagt Riebau und ergänzt: „Ich habe beim VfL die große Chance, mich und meine Spielideen einzubringen. Die Spieler haben Lust am Training, sie nehmen vieles von dem auf, was wir Trainer ihnen sagen.“ Tun sie es auch an diesem Wochenende, ist bei den Stadtmeisterschaften diesmal wieder mit dem VfL zu rechnen.

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