Bürgerfelde Ein Großfeuer hatte vor fast acht Jahren das Sportzentrum des Bürgerfelder Turnerbundes (BTB) an der Alexanderstraße in Schutt und Asche gelegt. Schon am nächsten Tag meldete der Vorstand: „Wir bauen wieder auf. Die Fertigstellung des neuen Sportzentrums ist nun auch schon wieder fünf Jahre her. „Der BTB ist grundsätzlich gut aufgestellt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Carstens jetzt in der Mitgliederversammlung.

Carstens berichtete ausführlich über das abgelaufene Kalenderjahr. Gemessen an der Zahl von aktuell 4145 Mitgliedern bleibe der BTB der zweitgrößte Sportverein der Stadt (nach dem Oldenburger Turnerbund mit knapp 4500 Mitgliedern). Finanzwart Detlef Wagner bestätigte, dass sich der positive Trend mit dem Jahresergebnis 2018 fortsetze. Es gebe nur noch ein kleines Defizit. Jedoch warten mittelfristig weitere Herkules-Aufgaben: Zum einen stammen Umkleide- und Duschbereiche des Schwimmbades noch aus der ursprünglichen Herstellungszeit, zum anderen sind die Hallen 1, 2 und 5 sanierungsbedürftig.

Gerade zum Thema Schwimmen lobte Jürgen Carstens die guten Gespräche mit der Stadt Oldenburg und dem Stadtsportbund, gemeinsam wird an einer sinnvollen Schwimm- und Schwimmausbildungssituation für Oldenburg gearbeitet, in der auch der BTB seinen Platz findet. Zurzeit arbeitet der Vorstand an einer Modernisierung der Satzung. In Zusammenarbeit mit Beratern des Landessportbundes soll eine zur Größe und Struktur des Vereins passende Satzung geschaffen werden, die einen effizienten und zeitgemäßen Betrieb ermöglicht und gleichzeitig an Attraktivität für das Ehrenamt gewinnt.

Neben zahlreichen Wettkämpfen in allen Sparten und über alle Altersklassen wurden erneut auch diverse Veranstaltungen ausgerichtet oder begleitet. Beispielhaft nannte Jürgen Carstens hier die Bühnenabende im November 2018 und den Kinderkarneval im Rahmen der Initiative Kids Aktiv.

Einen elementaren Teil der Versammlung nahm erneut die Ehrung von Mitgliedern in Anspruch: Für 25-jährige Treue zum BTB wurden 21, für 50-jährige Mitgliedschaft drei Vereinsmitglieder geehrt. Für besonders langjährige Mitgliedschaft zeichnete Jürgen Carstens Ingeborg Peters aus, die über 80 Jahre Mitglied des Vereins ist. Für besondere Verdienste um den Verein bekamen Roland Schmidt, Regine Walter, Birgit Surmann und Sabine Carstens die Leistungsnadel. Die langjährigen Vorstandsmitglieder Mirja Pingel (17 Jahre) und Detlef Wagner (insgesamt 20 Jahre) wurden durch den Landessportbund Niedersachsen mit der silbernen bzw. goldenen Ehrennadel um die Förderung des Sports ausgezeichnet.

Besondere Freude bereitete Jürgen Carstens die Ernennung von gleich drei neuen Ehrenmitgliedern: Doris Sichelschmidt, Volker Mondorf sowie den als Finanzwart ausgeschiedenen Detlef Wagner. Alle drei sind von klein auf treue Mitglieder des BTB und haben sich auf vielfältige Weise und über Jahrzehnte mit unermüdlichem Einsatz für den Verein eingesetzt und ihn weiterentwickelt.

Doris Sichelschmidt

Als junge Frau war Doris Sichelschmidt (geb. Paetsch) eine erfolgreiche Gymnastin, wie das damals noch hieß. 1967 war ein ganz besonderes Jahr für sie und auch für den Verein. Für den BTB holte sie bei den Landesmeisterschaften in Misburg im Gymnastischen Vierkampf, Bundesklasse, den ersten Platz und wiederholte diesen Erfolg gleich noch bei den Deutschen Gymnastik-Meisterschaften in Bietigheim. Sie nahm dann an der Gymnastik-WM in Kopenhagen im Vierkampf, Gruppengymnastik, teil. Mit dem siebten Platz kehrte sie zurück. 1968 gab es dafür Ehrungen in Hannover und in Oldenburg.

Seit ihrem Eintritt in den BTB im Jahr 1964 war Doris Sichelschmidt Übungsleiterin einer Frauengymnastikgruppe. Erst machten etwa 40 Frauen pro Stunde mit, später doppelt so viele. Diese Gruppe gab die 77-Jährige erst vor kurzem nach über 50 Jahren an den Nachwuchs ab. Aktive Teilnehmerin ist sie dort aber weiterhin.

1982 hat Doris Sichelschmidt ihre „Ramba-Zamba-Veranstaltung“ ins Leben gerufen, bei der sich Frauengruppen aus dem BTB und anderen Vereinen zum sportlichen Miteinander trafen. Spiele, Sketche und das gemütliche Beisammensein standen seitdem alle zwei Jahre auf dem Programm. 2009 stellte sie diese Veranstaltung mit mehr als 200 Teilnehmern letztmalig auf die Beine. 1990 wurde der engagierten Frau die Leistungsnadel für besondere Leistungen für den BTB verliehen.

Volker Mondorf

Sicherlich ahnte niemand den Umfang seines sportlichen und ehrenamtlichen Engagements für den Verein, als Volker Mondorf 1967 in den BTB eintrat. Leichtathletik und insbesondere Turnen waren seine Leidenschaft. Als Aktiver und Trainer präsentierte Mondorf den BTB bei diversen Veranstaltungen, Meisterschaften, Turnfesten. Insgesamt zehn Jahre leitete er das BTB-Sommerzeltlager auf Spiekeroog. Bei den Bühnenabenden trat er nicht nur als Turner in Aktion, sondern auch als vielseitiger Akteur des Sportteils. Über 30 Jahre organisierte Volker Mondorf Skifreizeiten des BTB im Fassatal im italienische Südtirol.

Seine besondere Leidenschaft für das Wandern und Bergwandern entdeckte der 78-Jährige mit seinem Eintritt in den Ruhestand. Wie selbstverständlich begann er mit der Organisation von BTB-Bergwandertouren. Folgerichtig wurde er Abteilungsleiter Wandern im BTB.

Detlef Wagner

Im zarten Alter von acht Jahren trat Detlef Wagner in den BTB ein. Seitdem war er in den verschiedensten Bereichen aktiv. Leichtathletik, Turnen, Faustball, Judo. Auch bei den alljährlichen Bühnenabenden stand er häufig auf der Bühne. Nach etlichen Teilnahmen am Ferienzeltlager auf Spiekeroog mit seinem Freund Volker Mondorf übernahm Detlef von 1986 bis 1990 die Abteilungsleitung der Judoabteilung.

Es folgte eine erste Zeit im Vorstand als stellvertretender Vorsitzender von Peter Laackmann. Bei den Skifreizeiten und zuletzt bei den Bergwandertouren von Volker Mondorf war Detlef stets verantwortlich helfend dabei. 2001 übernahm Detlef Wagner die Position des Finanzwartes im geschäftsführenden Vorstand gemeinsam mit der damals neuen 1. Vorsitzenden Conny Löber. Über 10 000 Stunden hat der 62-Jährige laut Hochrechnung des Vorsitzenden Jürgen Carstens seit 2001 mit akribischer Genauigkeit die Finanzen des BTB im Blick gehabt. „Ehrenamtlich – eine unglaubliche Zahl, und sie unterstreicht eindrucksvoll, dass es kaum noch möglich ist, ein solches Ehrenamt neben einem Beruf auszuüben“, so Carstens.


  www.btb-oldenburg.de 
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