Hannover Obwohl sie nicht ganz so schnell unterwegs war wie eine Woche zuvor in Berlin, als sie zum Jahresauftakt 7,66 Sekunden über 60 Meter und 24,27 Sekunden über 200 Meter gelaufen war, gewann Sprinterin Ruth Spelmeyer (VfL) bei den Niedersächsischen und Bremer Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Hannover völlig ungefährdet die Titel. Über 60 Meter siegte sie in 7,67 Sekunden und über 200 Meter brauchte sie nicht voll aus sich herauszugehen, um in 24,57 Sekunden ihren Vorjahrestitel erfolgreich zu verteidigen.

Nun soll ein erster Test über die Strecke vorgenommen werden, auf der die Ambitionen der Deutschen Vizemeisterin für den Sommer liegen: Bei den Norddeutschen Hallenmeisterschaften am kommenden Wochenende wird Spelmeyer – zeitiger als im Vorjahr – ein erstes Mal über 400 Meter starten.

Hochwald holt Rang drei

Einen dritten Titel in der Frauenklasse steuerte die noch jugendliche Stabhochspringerin Friedelinde Petershofen (DSC) bei. Die Oldenburgerin hatte erst in den Wettbewerb eingegriffen, als die Konkurrenz schon ausgeschieden war und übersprang 3,50 Meter und 3,70 Meter jeweils im ersten Anlauf, bevor sie an 3,91 Metern dreimal scheiterte – es wäre eine neue Bestmarke für sie gewesen.

Im Vorderfeld platzierten sich zwei Mittelstrecklerinnen des VfL: Michelle Kipp lief über 3000 Meter als Zweite in 10:51,82 Minuten ins Ziel, während sich Jacqueline Lomax über 800 Meter mit 2:18,76 Minuten gegenüber dem Vorjahr erheblich steigerte und Fünfte wurde.

In der weiblichen U 20 stand Marie-Anna Dunkhase (DSC) dreimal auf dem Podest: Im Weitsprung (5,38 Meter) und auch im Dreisprung (11,06) wurde sie Zweite, über 60 Meter Hürden erreichte sie in 9,33 Sekunden Platz drei. Ihre Vereinskollegin Anne Hochwald lief in der gleichen Altersklasse über 1500 Meter ein schnelles Rennen und wurde in 4:40,15 Minuten mit Platz drei belohnt. Speerwurfspezialistin Fenja Mager (ebenfalls DSC) kam mit der Kugel als Vierte auf 10,63 Meter.

Achtungserfolge über die 400 Meter der weiblichen U 18 erreichten Julia Eckhardt (DSC, 61,28 Sekunden) als Vierte und die siebtplatzierte Eda Kintz (BTB, 62,47).

Ein Titel und eine Vizemeisterschaft waren die Ausbeute von Kathrin Walter (BTB). Sie bot im Hochsprung der W 14 eine souveräne Vorstellung, nahm alle Höhen ab 1,48 Meter im ersten Versuch und kam letztlich auf Anhieb über 1,62 Meter. Dieser neue persönliche Rekord brachte ihr den Titel. Über 60 Meter Hürden hatte sich Walter mit der fünftbesten Vorlaufzeit von 9,93 Sekunden für das Finale qualifiziert, in dem sie sich deutlich steigerte und in 9,74 Sekunden Zweite wurde.

Unerwarteter Erfolg

Zwei Stabhochspringerinnen des DSC waren bei ihrer ersten Landesmeisterschaft in der W 15 erfolgreich: Während Edline Terwey mit 2,30 Metern Vizemeisterin wurde, landete DSC-Kollegin Yentamie Hillebrecht mit 2,20 Metern auf Platz drei.

Einen kaum erwarteten Erfolg erzielten die U-16-Sprinter des BTB über die 4 x 100-Meter: Lasse Albrecht, Paul Münchenberg, Jasper Minten und Jan Gutzeit gewannen diesen bei Hallenwettkämpfen eher ungewöhnlichen Wettkampf, auf den sie sich in Oldenburg kaum hatten vorbereiten können, in 49,94 Sekunden.

Vorher hatte es im Bereich der männlichen Jugend drei weitere Medaillenränge gegeben: Julian Hartung (DSC) wurde über 400 Meter der U 20 in 51,42 Sekunden ebenso Vizemeister wie Jasper Minten (BTB) in der M 14 mit 10,83 Meter im Kugelstoßen. Mit einem dritten Platz im Weitsprung der M 14 rundete Sören Harms (BTB, 5,15) das gute Gesamtergebnis der Oldenburger Talente ab.

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