Oldenburg Das zweite Oldenburger Kneipen-Bridge-Turnier war mit 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besucht. Alle trafen sich am Sonntagnachmittag im „Extrablatt“, um dann in acht Kneipen der Innenstadt auszuschwärmen – zum freundschaftlichen Wettbewerb.

Tanja Lutz aus Düsseldorf und Mariam Mrukwa aus Mühlheim schätzen die „unzähligen Möglichkeiten“ beim Bridge. „Das Spiel kann man nicht zu Ende lernen“, glaubt Tanja Lutz, und Mariam Mrukwa meint: „Es ist sehr komplex.“ Ute Spannhof aus Melle nimmt mit ihrer Freundin Elfgard Wittenbecher teil. „Wir möchten nebenbei auch gern Oldenburg kennenlernen“, sagt sie. Beide haben schon an einem Bridge-Turnier einer großen Bank in Köln im Jahr 2012 teilgenommen. „Aber jetzt machen wir uns einen schönen Tag in Oldenburg, mit viel Spannung“, so Elfgard Wittenbecher.

Die obere Etage des „Extrablatt“ ist besetzt mit Bridgebegeisterten. Überwiegend Frauen. „Die Anzahl der Männer steigt erst wieder in der oberen Liga“, sagt Michael Gromöller, Organisator dieses Turniers, vom Bridgeclub Kultcamp Rieneck Leverkusen. Er erläutert hörbar die Regularien des Spiels und den Wechsel in die einzelnen Kneipen. Der Mann kennt sich wahrlich aus. Gromöller ist vielfacher deutscher Bridge-Meister, Nationalspieler und Buchautor. Er hat sich für die Weltmeisterschaft 2017 in Lyon qualifiziert. „Die WM findet immer abwechselnd in Europa, den USA oder Asien statt“, erläutert er. Die Bridge-Weltmeisterschaft wird auch Bermuda-Bowl genannt, weil die erste Weltmeisterschaft 1950 auf den Bermudas stattgefunden hat.

Wenn auch der eine oder andere Teilnehmer in Oldenburg „von weit her kam“, die meisten sind aus der Umgebung. Turnierleiter Michael Böcker möchte gern junge Leute für das Bridgespiel gewinnen und hält dafür das Kneipen-Bridge für eine gute Idee. „Bei einem öffentlichen Turnier in den Kneipen finden auch die anderen Gäste vielleicht Zugang zum Spiel“, hofft er. Böcker schätzt den sozialen Faktor des Bridgespiels sehr hoch ein. Er hofft, dass der Bundesfinanzhof in diesem Jahr das Bridgespiel als Sportart oder zumindest als gemeinnützig anerkennt.

Als Schiedsrichter achtet Michael Böcker darauf, dass im Streitfall wieder ein Ausgleich hergestellt wird. Oder er stellt fest, wenn jemand nicht bedient oder von der falschen Seite ausgespielt hat. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn wir in die Öffentlichkeit gehen“, findet Kai-Ulrich Benthack, Präsident des Deutschen Bridgeverbandes, der ebenfalls am Turnier teilnimmt.

In folgenden Kneipen und Restaurants wurde gespielt: Café Extrablatt, Strohhalm, Fiddlers Green, Rio Grande, iGiovanni, Swutsch, Maredo und Cupido.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.