MEPPEN /OLDENBURG Riesenjubel beim Fußball-Oberligisten VfL Oldenburg nach dem 1:0 (1:0)-Sieg am Freitagabend vor 1100 Zuschauern beim SV Meppen – dem ersten Auswärtssieg der Saison überhaupt. Der Torschütze des Siegtores, Kapitän Malte Müller, zelebrierte nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit den 70 mitgereisten VfL-Anhängern sogar die „Humba“, während die Meppener Fans wütend „Vorstand raus!“ und „Trainer raus!“ skandierten.

Dabei hatte das Team von VfL-Trainer Detlef Blancke schon vor dem Anstoß gleich zwei Hiobsbotschaften zu verkraften. Schließlich fielen Stephen Attoh (Grippe) und Wolfgang Lefers (Schulterverletzung) als Innenverteidiger aus. Blancke gab Key Riebau sowie dem A-Junioren Arne Lüerßen das Vertrauen im Abwehrzentrum, und beide machten ihre Sache sehr gut.

Zwar agierten die Meppener feldüberlegen, Zählbares sprang aber nur beim VfL heraus. Rene Weber hatte geflankt, Julian Harings legte ab, und Müller wuchtete das Kunstleder aus 18 Metern flach zum 1:0 ins Tor (8.).

Von diesem Schock sollten sich die Emsländer lange nicht erholen. Die einzige wirkliche Chance vor der Halbzeitpause vergab der Ex-VfLer Sebastian Ferrulli kläglich, indem er den Ball frei stehend aus fünf Metern am Tor vorbei köpfte (38.). Kurz vor dem Seitenwechsel zielte Weber auf der Gegenseite nur knapp am Pfosten vorbei.

Nach Wiederbeginn hatte der Ex-VfLer Cüneyt Özkan die große Möglichkeit zum Ausgleich, er scheiterte jedoch an VfL-Torwart Reinke (48.). In der 52. Minute sah der Meppener Stürmer dann fragwürdig die Rote Karte nach einer angeblichen Tätlichkeit (Nachtreten) an Reinke.

Trotz Unterzahl drängten die Platzherren auf den Ausgleich, doch die gut postierte VfL-Defensive hielt dem Anrennen des SVM und den vielen langen Bällen stand. Der eingewechselte Alex Hanno hatte sogar die Vorentscheidung auf dem Fuß, traf aus kurzer Distanz aber nur das Außennetz (86.).

„Das war eine sensationelle Leistung meiner Jungs“, bilanzierte Blancke überglücklich. „Wir standen in der zweiten Hälfte richtig unter Druck, haben aber immer wieder gefährlich gekontert.“

VfL Oldenburg: Reinke - Klammer, Lüerßen, Riebau (80. Schröder), Ersu - Hofmann, Frenzel, Harings (72. Hanno), Müller - Kulbatzki, Weber (88. Jöstingmeier).

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