Oldenburg /Westerstede Mit einem lachenden und einem weinenden Auge standen die Volleyballer von Regionalliga-Aufsteiger OTB nach ihrem ersten Saisonspiel bei der VSG Ammerland II da. Die Mannschaft um die neuen Spielertrainer Jan Hartkens und Sönke Sevecke holte durch ein 2:3 (16:25, 25:19, 25:18, 15:25, 10:15) bei der Drittliga-Reserve zumindest einen Punkt, verspielte aber im Derby eine 2:1-Satzführung.

„Uns hat einfach die nötige Konstanz gefehlt“, meinte Sevecke nach der insgesamt umkämpften, in den einzelnen Sätzen aber klaren Partie. Im ersten Satz gestalteten die Oldenburger das Spiel ausgeglichen, ehe sich die Ammerländer Reserve auf 16:12 absetzten und die Führung kontinuierlich ausbauten.

Die neuformierte OTB-Auswahl zeigte sich aber unbeeindruckt und startete furios in den zweiten Durchgang. Aufschlagserien von Niels Galle und Olaf Jahnke sorgten für eine schnelle 12:2-Führung. Einige Nachlässigkeiten ließen die Ammerländer zwar noch einmal aufholen (13:16), den Satzgewinn ließen sich die Gäste aber nicht nehmen.

Auch im dritten Spielabschnitt agierten die Oldenburger hochkonzentriert und punkteten vor allem durch Mittelangreifer Hartkens. Eine 2:1-Satzführung war die logische Folge und der Sieg im Auftaktspiel damit zum Greifen nah.

Im vierten Durchgang schlichen sich jedoch wieder die Fehler aus dem ersten Abschnitt ins Spiel der Oldenburger. Patzer in der Annahme und zu wenig Druck beim eigenen Aufschlag brachten die VSG-Reserve zurück ins Spiel. Nach dem klaren 15:25 musste der Tie-Break die Entscheidung bringen.

„Wir haben es nicht geschafft, das ganze Spiel über auf hohem Niveau zu spielen. Das braucht man aber, um in der Regionalliga Spiele zu gewinnen“, sagte Sevecke.

Der Schwung des gewonnenen vierten Durchgangs beflügelte die Ammerländer im Tie-Break. Die OTB-Männer mussten sich trotz starker Phasen geschlagen geben. „Wenn man selbst nachlässt, kommt der Gegner zurück und bestraft das gnadenlos“, sagte Sevecke etwas enttäuscht, konnte mit dem einen Zähler für die knappe Niederlage aber leben.

„Wir haben zum Auftakt in einem Auswärtsspiel gepunktet – als Aufsteiger wäre es schon vermessen, damit nicht zufrieden zu sein“, meinte Sevecke. Beim Gedanken an die 2:1-Satzführung und insbesondere die klaren Ergebnisse in den gewonnen Durchgängen „trauert man natürlich schon der vergebenen Chance nach“, gab Sevecke zu.

Viel Zeit, sich über die Derbyniederlade zu ärgern, bleibt nicht. Am nächsten Sonntag (16 Uhr, Sporthalle Haareneschstraße) empfangen die Oldenburger den TV Baden. „Wir wissen, dass wir weiter an unserer Konstanz arbeiten müssen“, sagte Sevecke: „Und das werden wir auch tun.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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