Oldenburg Daniela Pfeiffer hat eine klare Vorstellung davon, was der künftige Oberbürgermeister nicht tun sollte: „Er darf China nicht über alles andere stellen.“ Ihre Anspielung auf OB Gerd Schwandner äußerte die ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete im Gespräch mit SPD-Oberbürgermeister-Kandidat Jürgen Krogmann. Die frühere Politikerin nahm am Montagnachmittag als erster Gast auf dem roten Sofa Platz, um Krogmann ihre Ideen und Wünsche zu schildern.

Das Möbelstück eines schwedischen Herstellers hatten Mitglieder der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus und der Jusos für Krogmann am Lefferseck aufgestellt. „Nach der OB-Wahl werden wir das Sofa für unsere eigenen Aktionen nutzen“, begründete 60plus-Vorsitzender Wolfgang Weinert die Anschaffung.

Daniela Pfeiffer nutzte das kurze Gespräch mit dem SPD-Kandidaten für die gute Sache. Als Vorsitzende des seit fast zehn Jahren bestehenden Vereins „Mentor Oldenburg – Die Leselernhelfer“ bat sie um mehr kommunale Unterstützung für die ehrenamtliche Arbeit. Die Förderung einzelner Kinder in ihrer Lese- und Sprachkompetenz durch die freiwilligen Leselernhelfer sei schließlich auch ein wichtiger Beitrag für die Gemeinschaft, sagte sie. Krogmann zeigte sich sehr interessiert. Er bot an, dass Thema in einem weiteren Gespräch zu vertiefen.

Weniger Hoffnung machte der Kandidat dem Vorsitzenden des Vereins für Verkehrsgeschichte. Hans-Joachim Luckau hatte um eine Unterstellmöglichkeit für die historischen Pekol-Busse gebeten. „600 Quadratmeter auf dem Fliegerhorst würden genügen“, so Luckau, der nach einem Streit mit der Supermarktkette Aktiv & Irma seine angemietete Halle an der Alexanderstraße verloren hatte (NWZ  berichtete). „Da kann ich ihnen leider nichts versprechen“, bedauerte Krogmann.

Unterstützung sicherte er aber einem anderen Sitznachbarn zu. Karl-Theodor Hasseler wünschte sich für die Zukunft ein soziales und zugleich auch wirtschaftlich starkes Oldenburg. „Das ist auch mein Ziel“, sagte Krogmann mit einem Hinweis auf sein Programm an.

Eine 52-jährige Oldenburgerin, die anonym bleiben wollte, kritisierte die Personalpolitik der Landes-SPD. Sie bezog sich dabei auf die Entlassung des Polizeipräsidenten nach der Landestagswahl. „So etwa ist unschön, nach einer Wahl aber nicht unüblich“, sagte der SPD-Abgeordnete aus eigener Erfahrung. „Nach der Wahl von OB Gerd Schwandner verlor ich meinen Posten als Leiter des städtischen Presseamts.“

Weitere Gelegenheiten, sich mit dem SPD-Kandidaten auf dem roten Sofa auszutauschen, bieten sich am 11. und 22. September in der Fußgängerzone.


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Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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