OLDENBURG Das Große Haus des Staatstheaters ist wiedereröffnet. Und was würde besser passen, als die größte Bühne der Stadt mit der großartigen Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart einzuweihen. Regisseur Niklaus Helbling will die Theaterbesucher aus dem Alltag in eine tiefsinnig-sinnliche Traumwelt entführen, sie verwirren und verzaubern.

Die Inszenierung von Helbling, der zuletzt das Publikum mit dem Lamentoabend „Nachtwache“ in eine – durchaus schräge – Fantasiewelt mitnahm, sei eine Mischung aus Märchen und Retro-Science-Fiction, sagt Dramaturgin Katharina Ortmann: „Wir sehen den Warteraum eines Bahnhofs, der die Ästhetik einer vergangenen Zeit versprüht, in der Maschinen etwas Utopisches anhaftet.“

Diese rationale, verkopfte Welt ist die des mächtigen Sarastro (Yorck Felix Speer/Andrey Valiguras). Hier ist auch der Opernchor des Staatstheaters angesiedelt. Den Gegenpol bildet die Königin der Nacht (Dorothea Maria Marx/Estelle Kruger). Sie steht für große Leidenschaft, Irrationalität und eine Pflanzenwelt, deren Triebe technische Apparaturen umschlingen und sabotieren.

Die verbindenden Elemente dazwischen sind die beiden Liebespaare Tamino (Daniel Ohlmann/Stefan Heibach) und Pamina (Mareke Freudenberg) sowie der Vogelmensch Papageno (Paul Brady) und seine Papagena (Ingela Onstad). „Zusammen mit ihnen verändern wir im Verlauf der Oper den Blick auf Gut und Böse“, erklärt Ortmann und ergänzt: „Paul Brady hat eine wunderbare Lesart gefunden für Papageno, weg von der Wiener Heiterkeit hin zu einer geerdeten Figur, die uns am menschlichsten erscheinen mag.“

Videoprojektionen verändern atmosphärisch das traumhafte Bühnenbild. „Die Kostüme sind üppig, sinnlich und erzählerisch“, beschreibt die Dramaturgin die fantasievollen Kreationen von Victoria Behr, die jüngst von der Fachzeitschrift „Theater heute“ zur Kostümbildnerin des Jahres 2011 gekürt wurde.

Die musikalische Leitung hat Thomas Dorsch inne, musikalischer Oberleiter am Staatstheater. Die Parts der drei Knaben singen Mitglieder des Tölzer Knabenchores.

In weiteren Rollen sind zu sehen Peter Felix Bauer/ Henry Kiichli, Andreas Lütje, Anthony Gardiner/Sandro Monti, Angela Bic, Linda Sommerhage/Ks. Marcia Parks, Annekatrin Kupke, Michael Pegher, Alexej Kosarev/Mykola Pavlenko, Andrey Valiguras/Dietmar Renner.

 @ Alle Kritiken finden Sie unter http://www.NWZonline.de/theater

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