OLDENBURG Eine lebensgroße Bronze-Skulptur Graf Anton Günthers war die Überraschung auf dem Rasteder Landesturnier. Ob der Adelige jetzt auf seinem Kranich nach Oldenburg vors Schloss weiterreitet oder anderswo bleibt, wird sich zeigen. Denn der Standort steht noch nicht fest (NWZ  berichtete).

Bislang gibt es in der Stadt nur ein Wandbild des wichtigsten Oldenburger Grafen. Ein Gymnasium ist nach ihm benannt und auch eine Straße. Ein Bronzedenkmal steht allerdings seit 2008 in Elsfleth vor der Heye-Stiftung; geschaffen wurde das zeitgenössische Kunstwerk von dem international anerkannten Oldenburger Künstler Michael Ramsauer.

Für den reitenden BronzeGrafen kann es nach Ansicht des ehemaligen Landtagspräsidenten Horst Milde, der auch im Namen der beiden Initiatoren Bernd Eylers und Klaus Dirks, spricht, nur einen Ort geben, „und das ist Oldenburg. Alles andere wäre eine Fehlentscheidung“, sagt er. Der gehöre in das Umfeld des Schlosses. Noch sei Professor Rainer Stamm, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, in Urlaub. Für Milde steht fest, dass der Landesfürst, der dafür sorgte, dass den Oldenburgern die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges erspart blieben, auf Landesgelände gehört, etwa auf die Rasenfläche beim Schloss.

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Für den Oldenburger Bildhauer Udo Reimann, dessen Retrospektive 2009 im Stadtmuseum zu sehen war, ist es nachvollziehbar, dass dem Grafen in Oldenburg ein Denkmal gesetzt wird. „Das macht man in anderen Städten auch.“ Über das Kunstwerk selbst möchte er nichts sagen, da er es nur vom Foto aus der NWZ  kennt.

Geschaffen wurde Graf Anton Günther auf seinem Apfelschimmel „Kranich“ von dem Dresdner Künstler Walter Hilpert, der auch die Skulptur des Hengstes „Donnerhall“ vor der Volksbank in der Fußgängerzone schon entworfen hatte. Als Vorlage für den Grafen diente das Wandbild in der Kurwickstraße.

Bereits in Rastede hatte Horst-Günter Lucke, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, sich überrascht gezeigt von dem Kunstwerk. Die Landschaft wird noch in die Meinungsbildung einsteigen. Bei der Stadt heißt es, dass man sich bislang mit dem Thema der Aufstellung eines Reiterstandbildes noch nicht befasst habe. „Auf Antrag würde sich der Kulturausschuss nach der Sommerpause mit einer solchen Frage beschäftigen“, sagte Pressesprecherin Swantje Engel.

Schon reagiert hat hingegen die FDP-Ratsfraktion. Sie nimmt die Vorstellung der Graf-Anton-Günther-Skulptur zum Anlass, dass der Kulturausschuss sich mit der Frage eines Denkmals für den Oldenburger Landesherrn beschäftigt. Wie FDP-Fraktionsvorsitzender Hans-Richard Schwartz in dem entsprechenden Antrag schreibt, wünschen sich die Liberalen von der Verwaltung die Vorstellung von „Leitlinien für die Aufstellung von Kunst in öffentlichem Raum“. Diese Leitlinien sollen für Politik und Verwaltung eine Hilfestellung bei der Entscheidung über entsprechende Anfragen – und so auch im konkreten Falle – bieten.

 Liebe Leserinnen und Leser, wohin soll das Standbild des Grafen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung: NWZ -Stadtredaktion Peterstr. 28-34 in 26121 Oldenburg oder an red.oldenburg@nordwest-zeitung.de

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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