OLDENBURG Wenn Ensembles von Klangpol mit vollen Akkorden den Rest des Jahres ansteuern, dann sind nicht immer Akkorde zu erwarten, die das klassisch oder romantisch geschulte Gehör einordnen kann. „Neue Musik im Nordwesten“ lautet das Kennzeichen des Projektes, das vier Jahre lang von der Kulturstiftung des Bundes bis Ende 2011 gefördert wurde. Der Nachklang soll nicht verebben. „Wir schlagen auf keinen Fall einen Schlussakkord an“, sagt Michael Hagemeister.

Der Kontrabassist aus dem Staatsorchester ist Projektleiter des seit 2008 wirkenden „Betreuungsunternehmens“ Außer auf den finanziellen Anteil an den von der Kulturstiftung für 16 Projekte in ganz Deutschland ausgeschütteten zwölf Millionen Euro konnte sich Klangpol auf materielle, ideelle und musikalische Hilfe von teilweise bis zu 20 Partnern und Förderern stützen. „Der Wille weiterzumachen ist groß“, hat Hagemeister festgestellt. Derzeit laufen die Gespräche über die weitere Organisation und Finanzierung, sowie die Trägerschaft, die bisher beim Staatstheater liegt.

Dreiteilig ist gleich an diesem Sonnabend der Festival-Tag des Schlagwerks Nordwest bei „Der Norden trommelt“: um 16, 18.30 und 21 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters. Komponisten aus der Region bestimmen das Programm „Platzhirsche“ des oh-ton-Ensembles am Dienstag, 29. November, 20 Uhr in der Exerzierhalle. „Es kommen längst nicht alle zu Wort, die unter diesen Begriff einzuordnen wären“, sagt oh-ton-Leiter Eckart Beinke. „Die Komponistenszene in der Region ist recht vielfältig.“

So reicht der Bogen von Nicolaus Huber über Hans-Joachim Hespos oder Kilian Schwoon bis zu Christoph Ogiermann.

Das Zeitalter der Renaissance mit dem 20. Jahrhundert verbindet am 10. Dezember (19.30 Uhr, Garnisonkirche) das Gambenensemble „Orlando-Viols“. Die Grundlage liefert der kaum bekannte elisabethanische Meister Picforth mit seiner die Planentenbewegungen beschreibenden Komposition „In Nomine“. Darauf setzen elektronisch verarbeitete und rundum klanglich projizierte Werke von Steve Reich, John Cage und Arvo Pärt.

Menschliche Stimmen und Ausdrucksweisen sind am Sonnabend und Sonntag, 10. und 11. Dezember, gefragt. Rund hundert Sängerinnen und Sänger sucht die Komponistin Gabriele Hasler, um mit ihnen in ein „Klangbad“ zu tauchen. Am Sonnabend zwischen 13 und 18 Uhr erarbeitet sie im PFL mit ungewohnten Ausdrucksweisen ein Werk, das an gleicher Stelle um 20 Uhr aufgeführt wird. Ausprobiert und einstudiert werden am Sonntag (10.30 Uhr, Musikraum Freie Waldorfschule) Kompositionen von Gustavo Becerra-Schmidt und Eckart Beinke. Hier gibt es aber keine Aufführung.

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