Oldenburg Auch 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist das Erlebte noch in vielen Familien präsent, wird das Schweigen gebrochen. Das zeigte die Veranstaltungsreihe „Nachgefühlt – Der Verlust der Kriegskinder“, zu der Klinikum und Inforum eingeladen hatte.

Dabei gab es Veranstaltungen für die Betroffenen ebenso wie für Fachleute, die als Pflegende, Therapeuten oder Sozialarbeiter und Seelsorger mit dieser Generation jetzt in Kliniken oder Seniorenheimen zu tun haben.

Oldenburger Zeitzeugen berichteten über ihre Erfahrungen: Lothar Mahler über die Suche nach dem Grab seines in Russland verstorbenen Vaters, Gudrun Sahlender-Wulf von ihren Erlebnissen während der Flucht aus Pommern und Reinhold Boehme über seine Kindheit ohne Vater in jenen schweren Jahren.

Prof. Dr. Hartmut Radebold, Altersforscher und Begründer der deutschsprachigen Psychotherapie für Ältere, gab eine wissenschaftliche Einordnung des Bereichs und erläuterte auch die Filme, die vertiefend zum Thema gezeigt wurden. Auch hatten Zuhörerinnen und Zuhörer die Möglichkeit, über ihre bewegenden Geschichten mit ihm zu sprechen. „Ich bin tief beeindruckt, dass in Oldenburg dieses Thema so nachhaltig bearbeitet wird.“

Ein älterer Besucher meinte abschließend, es sei ein langwieriger, schmerzhafter, aber auch erlösender Prozess, sich dieser Thematik im Alter noch einmal zu stellen.

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