Oldenburg Mission erfüllt: Sängerin Esther Filly hat bei der NATO-Sicherheitstruppe Kosovo Force (KFOR) einen erfolgreichen Einsatz als Kämpferin gegen Wehmut und Weihnachtsblues, gegen Tristesse und Trübsal absolviert. Gerade in der Zeit kurz vor Heiligabend haben viele der in Pristina und Prizren stationierten Bundeswehr-Soldaten an der Trennung von ihren Familien zu knabbern. Da kam der Besuch der Oldenburger Frohnatur jetzt gerade recht. Mit insgesamt drei Auftritten sei es gelungen, „Seelen und Herzen“ der Militärs aufblühen zu lassen, berichtet Filly nach ihrer Rückkehr aus dem Kosovo: „Mir ist es wichtig, den Soldaten fernab ihrer Heimat Kraft und Wärme zu geben.“ Dazu gehöre es, neben den musikalischen Streicheleinheiten auch mal „Umarmungen zu verschenken“.

Glauben an das Gute

Esther Filly startete ihre Gute-Laune-Offensive im Betreuungszentrum „German Ark“ im KFOR-Hauptquartier in der Hauptstadt Pristina. Begleitet wurde sie von ihrem Keyboarder und Ehemann Marius Fabritius und von DJ AnVo alias André Vogt. Im ersten Teil des Konzerts gab es soulige Songs aus eigener Feder – darunter auch ihr neuestes Werk „I Believe“, das sie zusammen mit dem Oldenburger Gitarristen Dethy Borchardt komponiert und aufgenommen hat. „In dem Song geht es darum, den Glauben an das Gute und an sich selbst nicht zu verlieren“, sagt Filly. Klar, dass das Stück bei den Soldaten im Auslandseinsatz großen Anklang fand.

Im zweiten Konzertteil schlüpfte die Oldenburgerin in ihre Paraderolle als Amy Winehouse. Das kam so gut an, dass Esther Filly am dritten Tag noch ein Zusatzkonzert mit Weihnachtssongs und Soulklassikern gab – nicht auf einer Bühne, sondern in kuscheliger Atmosphäre auf einem Barhocker an einem nur mit Adventskerzen beleuchteten Tisch sitzend.

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Die OASE-Einsatzbetreuung, eine gemeinsame Initiative von evangelischer und katholischer Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS und KAS), hatte Esther Filly bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr in den Mini-Balkanstaat geschickt, um den Männern und Frauen einige Stunden Abwechslung vom Dienstalltag zu bieten. 2015 war sie schon einmal in Prizren aufgetreten, zuvor war sie 2011 und 2013 auf musikalischer Friedensmission in Afghanistan auf Tournee gewesen. Anfang 2016 ging es für sie als erste Künstlerin überhaupt in das nordirakische Feldlager der Bundeswehr nach Erbil. Den dortigen Einsatzkräften wird sie gleich zu Beginn des neuen Jahres vom 5. bis 8. Januar erneut einen Besuch abstatten. Konzerte sind 2017 auch wieder im Kosovo – zu Ostern und vor Weihnachten – geplant. „Solange die Truppe mich wünscht und ich auch nur einen Soldaten vor Frust bewahren kann, werde ich damit sehr gerne weitermachen“, erklärt Filly ihre Motivation, ohne Gage in Bundeswehr-Einsatzgebieten aufzutreten.

Zwischen den Stippvisiten im Kosovo und im Irak ist die Sängerin nach Oldenburg zurückgekehrt und wird an diesem Sonnabend als „local Hero“ neben Stars wie Jeanette Biedermann und Ross Anthony Teil der ausverkauften „White Christmas“-Showpremiere in der EWE-Arena sein: „Das ist für mich eine große Ehre.“

„Weihnachtsjunkie“

Vor dem Kosovo-Abstecher war Esther Filly auf dem Kreuzfahrtschiff Aida Luna für einen Karibik-Törn engagiert. „Da konnte bei mir noch gar keine Weihnachtsstimmung aufkommen.“ Spätestens heute Abend sollen sich diese Gefühle bei ihr als bekennendem „Weihnachtsjunkie“ aber einstellen, wenn sie auf der Bühne die drei Songs „Little Drummer Boy“, „Santa Baby“ und „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ singt.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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