OFENERDIEK Gemeinsam für den Artenschutz: Das ist die Devise der Aktion „Lebensraum Kirchturm“, die der Naturschutzbund (Nabu) Deutschland vor drei Jahren gestartet hat. Dabei geht es darum, mehr Brutmöglichkeiten für bedrohte Vogelarten wie Schleiereule und Turmfalke zu schaffen. Wie berichtet, ist der Turm der Ofenerdieker Thomaskirche zu einem beliebten Nistplatz für Turmfalken geworden. Seit 2008 haben sich diese Vögel den Kirchturm schon zum dritten Mal ausgesucht.

Dafür, dass die Kirchengemeinde den Turm für die Falken offen hält, gab es am Sonnabend die Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“ überreicht. Pastorin Tanja Bödeker und Küster Andreas Scheinert nahmen Urkunde und Plakette von Melanie Witte und Dr. Johannes Bartner (beide vom Nabu Oldenburg) entgegen.

Bartner und Witte betreuen 60 Turmfalken-Nistkästen in Oldenburg und der Region. Viele davon hat der Oldenburger Mediziner selbst eingebaut. In Oldenburg hängen in luftiger Höhe Nistkästen zum Beispiel am Bahnhof, bei der LzO, am Fliegerhorst, in St. Lamberti und an der Autobahnbrücke. Doch von den 60 Nistkästen gibt es nur in zweien einen Brutnachweis: im Ofenerdieker Kirchturm und am Klärwerk in Tungeln.

Johannes Bartner hofft, dass noch viele Kirchtürme für die dezimierten Vögel geöffnet werden. Die Nistkästen würden so eingesetzt, dass die Tiere nicht ins Kirchturminnere gelangen können. Für die Gemeinde entstünden keine Kosten, da die Arbeit der Naturschützer ehrenamtlich ist.

Auch Thomaskirchen-Küster Andreas Scheinert hat seine Freude an den tierischen Besuchern. Er baute in dem Nistkasten unterhalb der Glocke eine Plexiglas-Rückwand ein, so dass die Turmfalken-Betreuer die Entwicklung der Vögel beobachten können.

Laut Angaben des Naturschutzbundes Deutschland wurden seit Beginn der Aktion rund 400 Kirchen in nahezu allen Bundesländern mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ für ihr besonderes Engagement im Bereich Artenschutz ausgezeichnet.

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