Betrifft: „´Als sollte der Landtag bewusst getäuscht werden´“ (NWZ vom 30. Sept. und Leserbriefe vom 4. Oktober)

Bevor nunmehr über Horst Milde hergefallen wird, gebe ich zu bedenken, dass er auf dem wohl bedeutendsten Denkmal in Niedersachsen in der Nachkriegszeit, dem Denkmal der Göttinger Sieben, als bedeutender mitwirkender Landtagspräsident auf Dauer verewigt ist. In die Gedenktafel an diesem neben dem Landtagsgebäude aufgestellten Denkmal ist der Name des damaligen Landtagpräsidenten Horst Milde eingraviert.

Wenn Horst Milde über Denkmale spricht, so sollte niemand seine Kompetenz anzweifeln. Warum wird sein Wunsch über die Aufstellung des Grafen Anton Günther nicht erfüllt?

Kann man das Werk über den Grafen nicht einmal so fröhlich sehen, wie die Abbildung des Grafen auf dem Kramermarktsplakat?

Oder wie auf dem Frühstücksbrett – geschaffen von Klaus Beilstein! –, einem der heftigen Kritiker des Denkmals? Das konnte man dermaleinst im Tourist-Büro der Stadt Oldenburg erwerben! (...)

Oder man denke an die lockeren Stadtführungen über den Grafen. Der Landesherr Graf Anton Günther von Oldenburg regierte die nordwestliche Grafschaft über einen erstaunlich langen Zeitraum von über 60 Jahren. Anekdoten über sein Leben, Wirken und Legenden gibt es bei dieser kostümierten Stadtführung mit Graf Anton Günther von Oldenburg. Bekannt als gewitzter „Friedensfürst“ und „Pferdegraf“ wurde Graf Anton Günther zu einer populären Symbolfigur im gesamten Oldenburger Land. (...)

Was macht man nun mit den „Zweien von der Tankstelle“ mit dem Grafen auf seinem braven Zossen? Eigentlich wäre es ganz einfach:

Man stellt die beiden auf einem städtischen Grundstück in der Nähe des Schlosses auf. (...)

Volkmar Schiewe Oldenburg

 ...Vielleicht liegt es an der Jahreszeit (September mit Kramermarktsumzug), dass diese Kommentare mir sozusagen ins Auge gesprungen sind. Und dazu muss ich sagen, dass Herr Reckermann mir aus der Seele spricht.

Ich (inzwischen 60) bin mit Graf Anton Günther sozusagen groß geworden. In der Graf Anton Günther Schule hatte ich kurzzeitig Ballettunterricht, der Kramermarkt war nichts, wenn ich nicht den Grafen auf seinem Schimmel beim Umzug gesehen hatte. Wochenlang habe ich als Grundschülerin gelernt und geübt, Pferde zu zeichnen, besonders Schimmel mit langer Mähne.

Mir fehlt absolut der künstlerische bzw. auch historische Sachverstand in dieser Angelegenheit, um ein fundiertes Urteil abgeben zu können. Das gebe ich gerne zu. Für mich gehört nur der Graf zu Oldenburg… und damit auch sein Standbild ins Stadtgebiet. Und zwar an einer passenden Stätte, wie zum Beispiel seine Residenz oder der Schlossgarten, und nicht an einer Waschstraße.

Katrin Frenzel Oldenburg

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