OLDENBURG Aus der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) kommt heftiger Protest gegen den Abzug eines ihrer Mitarbeiter. Der Oberkirchenrat hat dem Psychologie-Studenten und Pfarrhelfer Torsten Gieselmann, der seit 13 Jahren u.a. als Bildungsreferent bei der ESG arbeitet, eine neue Aufgabe zugewiesen – gegen seinen Willen, so die ESG. Weil im Kommunikationszentrum „Markt17“ an St. Lamberti ein Mitarbeiter erkrankt ist, soll Gieselmann dort am 1. Mai anfangen.

Für die Studentengemeinde ist das ein Problem, sagt Martin Schubert, Mitglied des Leitungsgremiums der ESG, die Teil von Universität und Jade Hochschule ist und von der Kirche unterstützt wird: Nach langem Drängen sei nun erst für Mitte Mai ein Gespräch anberaumt – wenn Gieselmann längst weg sei. Zudem stünde ein Umzug der ESG im Raum, die am Quellenweg baurechtlich nur geduldet und dringend sanierungsbedürftig ist – und damit überhaupt die Frage der künftigen Entwicklung. Schubert: „Es hieß nur, wir sollten nicht so eine Hektik machen. Unsere Sorge ist, dass man uns vergraulen und die ESG neu aufbauen will.“

Außerdem stelle sich die Frage, wie das ESG-Programm ohne Gieselmann zu bewerkstelligen sei. Betroffen sei die (Chor-)Partnerschaft zu Namibia, die Organisation des ESG-Bundestreffens in Oldenburg im Juni, die Beratung und die Verwaltungsarbeit.

Dirk-Michael Grötzsch, der Sprecher des Oberkirchenrats, sagte am Sonntag dazu: „Der Oberkirchenrat bekennt sich voll und ganz zur Arbeit der ESG. Deshalb haben wir ja die volle Stelle eines Studierendenpfarrers geschaffen. Wir sind überzeugt, dass die ESG ihre Aufgaben gemeinsam mit Pfarrer Lühder sehr gut bewerkstelligen kann.“ Christian Lühder stehe nach längerer Erkrankung wieder zur Verfügung. Richtig sei, dass die Kirche „über einen neuen Ort nachdenkt, an dem sich die ESG besser entwickeln kann“. Es müsse aber auch „am Konzept gearbeitet werden“.

Die ESG lädt an diesem Montag, 16 Uhr, zum Abschied von Gieselmann ein.

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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