OFENERDIEK Heute geh‘ ich ins KO: „Wenn bei dieser Ankündigung jeder Oldenburger weiß, was gemeint ist, dann haben wir‘s geschafft“, sagt Dietmar List. Er gehört zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Kulturzentrums Ofenerdiek – kurz KO.

Schon viele Oldenburger haben spitzgekriegt, dass in der ehemaligen St.-Paulus-Kirche, Weißenmoorstraße 289, seit dem Frühjahr Kultur gemacht wird. Das Programm kommt wohl an, denn über Publikumsmangel können sich die Initiatoren nicht beklagen.

Wie berichtet, wurde die frühere Kirche von dem Ofenerdieker Optikermeister Burkhard Dellas gekauft. Ein Team Freiwilliger hat sich sofort zu ihm gesellt, um das Kulturzentrum aufzubauen. Viel Zeit und Geld wurde investiert. „Es sollte etwas Vernünftiges werden“, betont Dellas.

Vieles hat sich im einstigen Kirchenraum verändert. Die Bänke wurden entfernt, dafür stehen hier nun Tische und Stühle. Dort, wo einst der Altar war, ist jetzt die Bühne mit einer Lautsprecher- und Lichtanlage. Ein neuer Flügel wurde angeschafft. Die Orgel steht noch da. Sie muss allerdings gestimmt werden.

Die besondere Atmosphäre ist geblieben. Dafür sorgen allein schon die bunten Glasfenster. „Wenn bei den Veranstaltungen Kerzen auf den Tischen brennen, dann ist das hier eine angenehme Atmosphäre“, sagt Fred Vosteen, der ebenfalls zum Team der Ehrenamtlichen gehört.

Schmuck ist auch der Anbau. Dort wurde ein Versammlungsraum mit Gastronomie eingerichtet. Nagelneu sind auch die Toilettenräume. Durch den Anbau ist ein Innenhof entstanden. „Der soll noch ein Glasdach bekommen“, erzählt Dellas.

Zum Heimathafen ist das KO für den Shanty-Chor Oldenburg geworden. Der trifft sich hier regelmäßig zu seinen Proben. Das Kulturzentrum beherbergt auch einen Gospelchor – gegründet vom Oldenburger Star-Gitarrist Kalle Popp. Sängerin Kiki Beyer, die erst am Freitag im KO auftrat, möchte hier einen Kinderchor gründen. Außerdem wird im Versammlungsraum frühkindliche Musikerziehung unterrichtet.

„Dienstags und mittwochs kann das KO für Proben genutzt werden“, so List. Außerdem könnten beispielsweise Firmen den Versammlungsraum mieten. „Wir müssen ja Erträge erzielen“, sagt Dellas.

Viel Wert legt die Initiative auf einen guten Mix des Kulturprogramms. „Wir möchten Oldenburger Künstler fördern, aber auch namhafte Künstler hierher holen“, so Vosteen.

Nächster Termin ist am Sonntag, 15. Juli, 15.30 Uhr, eine Veranstaltung mit dem Oldenburger Schauspieler Horst Mehring und seinem Sohn Michael Marwitz (bekannt als Kurt Sperling in der TV-Serie „Lindenstraße“). Sie tragen Heiteres von Kishon und Tucholsky vor.

Handzettel mit dem Programm sind an vielen öffentlichen Stellen ausgelegt. Im Aufbau befindet sich die Internetseite des Kulturzentrums.

Infos unter www.

kulturzentrum-ofenerdiek.de

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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