Oldenburg So schnell wie die Buden und Verkaufsstände in der Innenstadt aufgebaut waren, so schnell verschwanden sie am Sonntag auch wieder. Am Mittag deutete nichts mehr darauf hin, dass hier insgesamt rund 400.000 Besucher das ganze Wochenende über ausgelassen – und weitgehend friedlich – feierten. Am Abend war schließlich auch der etwas aufwendigere Abbau von „Kochen am Schloss“ beendet.

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Stadtfest-Organisator Reinke Haar zieht ein positives Fazit des Wochenendes. „Das Wetter hat sich nach ursprünglich schlechten Ankündigungen unerwartet gut entwickelt“, freut er sich. „Das wirkte sich natürlich positiv auf die Stimmung und den Umsatz aus.“ Der Besuch schien sich auf konstant hohem Niveau zu halten. „Gefühlt war es alle drei Tage relativ voll“, sagt Haar. „Freitag und Samstag sind ja traditionell immer die etwas stärkeren Tage, aber echte Ausreißer nach oben oder unten hatten wir in diesem Jahr nicht.“

Das hatte die polizei zu tun

In der Nacht zu Samstag wurde ein 17-Jähriger Oldenburger beraubt und ihm mit einem Tritt das Scheinbein gebrochen. Insgesamt wurden neun Strafanzeigen aufgenommen, davon zwei wegen Körperverletzung und drei wegen Diebstahls.

Alkohol- und Drogenkontrollen verliefen ohne positiven Befund.

In der Nacht zu Sonntag gab es aggressive Ausbrüche einzelner Betrunkener, bei denen auch vier Polizeibeamte verletzt wurden. An drei Polizeifahrzeugen und einem Rettungswagen wurden die Spiegel abgetreten. Es kam zu drei gefährlichen und zwölf einfachen Körperverletzungen. Fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Alkoholisierte Jugendliche wurden am Freitag 124, am Samstag 95 angetroffen – einer musste von den Eltern abgeholt werden.

Insgesamt spricht die Polizei trotz dieser Vorfälle von einem „friedlichen und ausgelassenen“ Fest.

Als großer Besuchermagnet erwies sich laut Haar der Open Air Gottesdienst am Samstag, der erstmals auf dem Stadtfest durchgeführt wurde. Kontinuierlich gut besucht waren auch die zahlreichen Bühnen in der Innenstadt, allen voran die Bühne am Waffenplatz. Das könnte sich im nächsten Jahr allerdings ändern, befürchtet Reinke Haar. „Im nächsten Jahr soll ja das Pflaster am Waffenplatz erneuert werden“, sagt er. „Dann könnte die Frage auftauchen, ob etwa der Jever Turm so wie bisher realisierbar ist. Aber das werden wir mit der Stadt bis dahin noch klären.“

Konkrete Änderungspläne für nächstes Jahr gibt es noch nicht. „Intern hat man immer Verbesserungsideen“, sagt Haar. „Optimierung hört ja nie auf.“

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