OLDENBURG Es war ein Abschied ohne Tränen. Ein Kloß im Hals blieb vielen Zuschauern am Ende trotzdem.

Von Christian Quapp OLDENBURG - Über Jahrzehnte war er das Gesicht der deutschen Volksmusik und auch im Norden hat er seine treuen Fans – am Mittwochabend stand Karl Moik zum letzten Mal als Moderator auf einer Oldenburger Bühne. Für seine Abschiedstournee hat der 68-Jährige die Topstars aus Volksmusik und Schlager versammelt und 1700 Besucher wollten sich das Spektakel in der Weser-Ems-Halle nicht entgehen lassen. „Das soll hier keine Trauerveranstaltung werden“, gab die Profi-Frohnatur bei der Begrüßung die Richtung vor.

Vielleicht etwas ungewohnt für norddeutsche Ohren war der Auftakt mit den Drei Zwidern aus Bayern, doch „Jetzt trink mer noch a Flascherl Wein“ kennt auch das Jever-verwöhnte Oldenburger Publikum. Ganz als ob tatsächlich schon das ein oder andere Fläschchen geköpft worden wäre, lockerte sich die Stimmung schnell. Wie in besten Stadl-Zeiten mischte Moik Musik und Humor – tatkräftig unterstützt von Hias, dem legendären „Urvieh der Nation“.

Im Mittelpunkt stand trotzdem die Musik: Claudia Jung, Die jungen Oberkrainer und Herlinde Lindner aus der Stadl-Stammbesetzung verbreiteten Stimmung und sorgten dafür, dass auch standhafte Schunkel-Verweigerer untergehakt und mitgezogen wurden. Vielseitigkeit und Stimmgewalt bewies Tony Marshall: Erst heizte er den Saal mit Schlagern und Karnevalshits auf, nur um dem Publikum gleich danach als Tewje, dem Milchmann, mit „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical „Anatevka“ den Atem zu rauben.

Mehr Applaus (und Blumen und Küsse) bekam nur Frauenschwarm Semino Rossi, der mit dem Abschiedssong „No Llores Por Mi Argentina“ dann doch noch für Gänsehaut und dafür sorgte, dass viele Zuschauer mit einem dicken Kloß im Hals nach Hause gingen.

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