Oldenburg Theater spielen bringt’s. Das erleben Kinder und Jugendliche täglich in den Theater-AGs ihrer Schulen, in Kursen für Darstellendes Spiel, bei Vorführungen der verschiedenen Bühnen – und intensiv auch in der Theaterpädagogik des Staatstheaters.

„Die Kinder lernen das Spielen im Ensemble, sich die Bälle zuzuspielen, sie machen Körperarbeit mit Stimm- und Sprechbildung und gewinnen größeres Selbstvertrauen, sie schulen ihre eigene Kreativität und Fantasie und entwickeln ihre Persönlichkeit weiter“, sagt Hanna Puka, Theaterpädagogin am Staatstheater. Puka hat die Werdegänge von vielen Teilnehmern verfolgt und freut sich über den unglaublichen Gewinn. Sie sagt: „Egal, ob sie dann Schauspieler, Tänzer oder Musiker werden oder – wie die meisten von ihnen – etwas anderes machen: Sie werden alle zu tollen Persönlichkeiten, die wissen, was sie wollen und ihren Weg gehen.“

Johannes Koch ist einer von ihnen. Der 18-Jährige, der die Waldorfschule besucht und als Mitglied der Band „Spinning Wheels“ demnächst auch auf dem Freifeld-Festival zu hören ist (Klavier, Gesang), spielt seit drei Jahren im Jugendclub, davor im Kindertheater der Kunstschule Klex. Als er dafür zu alt wurde, ging Johannes zum jährlichen Auswahl-Workshop des Staatstheaters, mit fast 80 anderen Schülern, die meisten zwischen 14 und 18 Jahren – und wurde genommen.

Seitdem geht er einmal in der Woche für zwei bis drei Stunden zur Probe, kurz vor den Aufführungen gibt es tägliche Proben. Über die Arbeit sagt Johannes: „Es ist total krass, was man am Ende erschaffen hat: ein richtiges, großes Theaterstück, mit Lichttechnik und allem, auf einem ziemlich hohen Niveau.“ Als sehr schön empfindet er die Entwicklung der Gruppe: „Am Anfang kennt man sich gar nicht, dann wächst man zusammen, und am Ende kann man sich total aufeinander verlassen.“

Die zahlreichen Theaterclubs und die wachsenden Kooperationen mit den Schulen seien ein logischer Schritt und eine Bereicherung für das kulturelle Leben in Oldenburg, sagt Hanna Puka: „Das junge Publikum von heute will nicht nur zuschauen, sondern mitbestimmen, mitmachen, sich beteiligen.“ Ausdruck dessen ist die enge Zusammenarbeit mit den Schulen – durch zahlreiche Kooperationsprogramme und einen intensiven Dialog im Theater- und Musikbereich.

Start-Programme

Das Staatstheater bietet das TheaterStarter-Programm für die Klassen 1 bis 4. Es ermöglicht den jährlichen Besuch einer Aufführung des Jungen Staatstheaters im Schauspiel oder Musiktheater.

Für die Klassen 5 bis 8 gibt es das Programm „Enter“. In zwei Vorstellungen pro Jahr lernen die Schüler Spielformen in den unterschiedlichen Sparten kennen. Außerdem können sie einen Blick hinter die Kulissen werfen und mehr erfahren über die Arbeitsweise am Theater und die Entstehungsprozesse von Aufführungen. Puka: „Das Ziel ist eine intensive, kontinuierliche und vielfältige Beschäftigung mit dem Theater.“

Für die Lehrer des „Enter“- Programms gibt es am Mittwoch, 21. August, einen Infotag – auch mit der Möglichkeit, Sandra Rasch, die neue Referentin für Schule und Theater am Staatstheater, kennenzulernen.

Anmeldungen für den Lehrertag sowie Rückmeldungen für das „TheaterStarter“ und Enter-Programm bitte an sandra.rasch@staatstheater-ol.niedersachsen.de.

Auf, vor und hinter Bühne

Das Programm des Jungen Staatstheaters ist breit aufgestellt. Neben den eigenen Inszenierungen gibt es Theaterprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Hanna Puka sagt: „Bei uns stehen junge Menschen auf der Bühne, sie probieren, entwickeln sich im Theaterspiel weiter und erzählen, was ihnen wichtig ist. Sie suchen nach Rollen, die herausfordern, riskieren zu scheitern aber auch zu gewinnen.“ Es finde sich hier der Raum für die künstlerische Auseinandersetzung mit Theater: Entweder in einem Theaterclub oder in den verschiedenen Workshops. Puka: „Ganz gleich ob auf, vor oder hinter der Bühne, bei uns ist alles möglich.“ (siehe Info-Kasten)


  www.staatstheater.de/theaterpaedagogik/entdecken.html 
Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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