Oldenburg Kammermusik für Flöte, Viola und Harfe wächst nicht auf den Bäumen, ist eher rar gesät. Das Klangempfinden des spezifisch französischen Impressionismus begünstigte Instrumente und Kombinationen, die im klassischen Orchester und in der deutschen Kammermusik ansonsten kaum Beachtung finden.

Andreas Mäder an der Querflöte, Bratschist Nikolas Sahler und Harfenistin Nicole Müller hatten für das 5. Kammerkonzert der Saison im Staatstheater ein an französischen Konzepten von Melodik, Klangfarbe und Einbeziehung des Exotischen orientiertes Programm zusammengestellt. Das kompositorisch gewichtigste Werk stammte von Claude Debussy, der seine Sonate für Flöte, Viola und Harfe in patriotischer Gesinnung ganz bewusst an französischen Mustern, vor allem Rameau, orientierte.

Die perfekt ausbalancierte und aufeinander abgestimmte Kammermusik mit delikaten Stimmungsbildern und Eindrücken voller Wärme und Poesie behandelt die drei Instrumente völlig gleichgewichtig und gleichberechtigt. Claude Debussy schuf 1915 mit diesem gegen deutsche Ästhetik gerichteten Werk einen Höhepunkt der französischen Kammermusik. Die Instrumentalisten wussten die elegischen und epischen Themen und Passagen liebevoll, lebendig und zart, ohne Druck und ohne Eile, zu einem bunten, immer wieder überraschenden Geschehen auszuspinnen.

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Der deutsch-französische Geiger Henri Marteau komponierte mit der Partita op. 42,2 für Flöte und Viola eine auch technisch anspruchsvolle, impressionistische und neoklassizistische Elemente gekonnt vereinigende Suiten-Abfolge, die ein breites Spektrum an Ausdruck, Melodik und Rhythmik einsetzt und trotzdem sehr geschlossen wirkt. Für Andreas Mäder und Nikolas Sahler gab es hier Gelegenheit, die individuelle Klasse am Instrument eindrucksvoll vorzuführen.

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