Kreyenbrück Der nahegelegene Utkiek ist der Lieblingsort vieler Kreyenbrücker, der Verkehr auf der Cloppenburger Straße nervt sie hingegen. „Die meisten leben aber gerne hier und haben kaum etwas Negatives genannt“, erzählt Gökay Kaya. Gemeinsam mit sieben weiteren Schülerinnen und Schülern der IGS Kreyenbrück hat der Siebtklässler nachgefragt und einiges herausgefunden. „Wir alle haben viel über den Stadtteil gelernt“, ergänzt Lehramtsanwärterin Verena Fischer, die das jahrgangsübergreifende Projekt „Ich zeige dir, wer ich bin“ betreut.

Seit Mai erforschen die Mädchen und Jungen ihr Lebensumfeld, porträtieren Menschen, die dort wohnen und arbeiten. Das Projekt basiert auf einer Kooperation mit der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse (15. bis 25. November). Dort wird die IGS die Ergebnisse täglich in einer Ausstellung (Kinderbibliothek, Peterstraße 1) präsentieren. „Kibum trifft Türkei“ lautet das diesjährige Motto, und auch in Kreyenbrück leben viele Menschen mit türkischen Wurzeln.

Wie unterscheidet sich Kreyenbrück von anderen Stadtteilen? Was genau ist anders oder einzigartig? Wie leben die unterschiedlichen Kulturen miteinander? Diese und weitere Fragen stellten die Schüler rund 50 Personen verschiedener Nationalitäten. Darunter waren Mitarbeiter des Klinikums, Eltern, aber auch Menschen, die sie zufällig auf der Straße trafen. „Die meisten waren bereit, unsere Fragen zu beantworten“, freut sich Gökay, der sich wie seine Mitstreiter schnell für das Projekt begeisterte. „Es wurde im Unterricht vorgestellt, und ich habe mich entschlossen mitzumachen“, berichtet Dominik Hahn aus der 7b.

Begleitet wird das Stadtteil-Porträt von Sandrine Teuber. „Die Schüler haben die Fragebögen und das Konzept komplett selbst erarbeitet“, lobt die Museumspädagogin der Stadt das Engagement der Jugendlichen.

Am 17. November (17 Uhr) berichtet die Gruppe in der Kinderbibliothek von ihrer kleinen „Forschungsreise“ und ihren Entdeckungen. In einem Buch werden zudem Fotos und Interviews festgehalten. „Das Projekt passt in unser Schulkonzept, denn die IGS ist im Stadtteil verwurzelt“, sagt Fachbereichsleiterin Denitza Voge. Bleibt noch die Frage, warum Kreyenbrück eigentlich Kreyenbrück heißt. „Der Name geht auf eine Familie Kreye zurück“, erzählt Sechstklässlerin Semanur Savayi. Die Familie wohnte im 17. Jahrhundert an der heutigen Kreyenbrücke zwischen Osternburg und Tungeln – ein Stück entfernt von Utkiek und Cloppenburger Straße.


Mehr Infos unter   www.kibum-oldenburg.de 
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