Oldenburg Der Schlossgarten hat einiges erlebt in seiner mehr als 200-jährigen Geschichte. Nicht alles war positiv, wie beispielsweise der Eingriff, den der nach englischem Vorbild angelegte Garten Anfang der 60er-Jahre an seinem östlichen Ende über sich ergehen lassen musste.

Damals gehörte der Pulverturm zum Schlossgarten, daneben befand sich ein beliebter Spielplatz und das Elisabeth-Anna-Palais hatte noch einen wunderschönen Wirtschaftsflügel. Doch dann rollten die Bagger an, der Wirtschaftsflügel wurde abgerissen, der Spielplatz planiert und am nordöstlichen Rand des Schlossgartens wurde die Straße Schloßwall gebaut. Das brachte dem innerstädtischen Verkehr zwar Entlastung und war Bedingung für die sieben Jahre später folgende Eröffnung der Fußgängerzone, doch bedeutete der Straßenbau eine Zäsur. Das Schloss hatte seine Anbindung zum Schlossgarten verloren.

Und nicht nur das. Warum auch immer wurde damals der eigentlich geschwungene Weg verlegt und begradigt und führt seitdem schnurstracks aus Richtung Pulverturm am Schlosssee und den Mammutbäumen vorbei in die Gartenanlage.

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Doch das wird sich bald ändern, freut sich Schlossgartenchefin Trixi Stalling über bevorstehende Bauarbeiten. Aufmerksamen Schlossgartenbesuchern wird nicht entgangen sein, dass in diesem Bereich Boden ausgehoben und Rhododendren gerodet wurden. Dort sollen allerdings keine neuen Anpflanzungen erfolgen. Die Mitarbeiter des Schlossgartens haben vielmehr alten Plänen folgend den ursprünglichen Verlauf des Weges erforscht – mit Erfolg.

Im Mai/Juni wird die Fachfirma, die auch schon die anderen Wege vor zwei Jahren saniert hat, den Weg neu anlegen, mit Drainage und Abflüssen. „Der Schlossgarten ist in diesem Bereich sehr nass“, weiß Stalling. Der vorhandene Weg, unter dem vermutlich eine dicke Schicht Bauschutt liegt, ist besonders im Winter häufiger kaum passierbar, und es bilden sich immer wieder große Pfützen. Er wird renaturiert. Der Bereich bildet den eigentlichen Haupteingang zum Schlossgarten, durch den an schönen Sommertagen Tausende in den Park strömen. Der offizielle Haupteingang liegt an der Gartenstraße, der auch als Zuwegung zum Verwaltungsgebäude dient. Die Geschichte des Schlossgartens beginnt im Jahr 1808. Aufgrund der französischen Okkupation ruhten die Arbeiten von 1811 bis 1813. Als der Herzog aus dem Exil zurückkehrte, musste er feststellen, dass der Garten zerstört bzw. verwildert war und die Arbeiten von neuem aufgenommen werden mussten. Dieses Vorhaben wurde 1814 angegangen, nunmehr unter der Leitung von Julius Friedrich Wilhelm Bosse. Nach Abschluss der Geländeanhebungen wurden 1819 auch die Entwürfe für einen Pavillon umgesetzt.

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Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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