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Oldenburg Der Roman „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe stammt aus dem Jahr 1719. Seitdem hat es unzählige Adaptionen Schiffbrüchiger gegeben, die unfreiwillig auf eine einsame Insel gespült wurden und dort auf die eine oder andere Weise überlebt haben. Das Oldenburgische Staatstheater lässt seinen „Crusoe“ nun in der Exerzierhalle stranden, mit nichts als ein bisschen Wohlstandmüll.

„Was machst du, wenn du plötzlich ganz alleine bist? Wie reagiert dein Gehirn, was geschieht mit deiner Sprache und Bewegung?“ Diesen Fragen ist Regisseurin Julia Hölscher zusammen mit den beiden Schauspielern Denis Larisch (Robinson) und Sebastian Herrmann (Freitag) intensiv nachgegangen. Entstanden ist das rund anderthalbstündige Schauspiel „Crusoe“.

„Wir hatten kein vorgefertigtes Szenario, sondern haben eine eigene Bildfolge kreiert“, sagt Julia Hölscher. Der Anfang des Stückes sei eher still, der Abend vor allem sinnlich und poetisch. Kein Lärm, kein Strom, keine Einkaufsregale, keine Hektik. Nur ein verträumter Schiffbrüchiger und – zum Ende hin – auch ein bodenständiger Freitag. Dazu ein bisschen Musik von Arno Waschk, an der Grenze zwischen Klassik und Moderne.

Ihren Robinson Crusoe setzt die Regisseurin auf einem weißen Plüschteppich aus. Seine einzige Gesellschaft ist lange Zeit eine kaputte Badewanne, ein ertränktes Fahrrad und anderer Kram, der angespült wurde wie er selbst.

Crusoes sehnlichster Wunsch ist bekanntlich ein menschliches Gegenüber. Doch wenn Freitag im letzten Drittel des Abends endlich auftaucht, ist das Zusammentreffen nicht so toll wie erwartet. „Er ist nicht so, wie Crusoe ihn sich vorgestellt hat“, erläutert die in Hamburg und Dresden lebende Regisseurin. Nun muss sich zeigen, was es heißt, ein Mitmensch zu sein.


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