Alexandersfeld Sie trafen sich vor den Toren des ehemaligen Fliegerhorstes: Die Traditionsgemeinschaft Jagdbombergeschwader 43 hatte sich als Versammlungsort für ihre Jahresbilanz „Köhnckes Hotel” in Metjendorf ausgewählt. Die aktuell 326 Mitglieder des Vereins sind in der Mehrzahl ehemalige Luftwaffenangehörige und Zivilangestellte, die früher auf dem Fliegerhorst in Oldenburg stationiert waren. Auch aus Nordrhein-Westfalen und ganz Niedersachsen reisten Ehemalige zum Treffen an.

Die über 100-jährige Geschichte der zivilen und militärischen Fliegerei in Oldenburg endete am 30. September 1993. Mit der Entwidmung des Platzes, das heißt mit der Aufhebung der flugbetrieblichen Genehmigung, verschwand Oldenburg 1994 von den Fliegerkarten. Eine Handvoll Soldaten unter der Leitung von Oberst a.D. Heinz Kuring (bereit verstorben) stellte sich der Aufgabe, die Leistungen des Geschwaders und seiner ehemaligen Angehörigen für die Zukunft mit der Gründung der Traditionsgemeinschaft im Februar 1993 einen Raum der Begegnung zu schaffen.

Dieser Idee folgend haben die Mitglieder im „Gebäude 68“ auf dem ehemaligen Fliegerhorst in über 23 Jahren eine bedeutende Sammlung über die Fliegerei in Oldenburg zusammengetragen. Besonderes Lob hat der Vorsitzende Guido Gothardt für die „Dienstagsgruppe“. Er nennt sie seine „Macher“ Das sind rund 15 Ehrenamtliche, die wöchentlich mit handwerklichem Geschick und großer Kreativität die Ausstellungsräume pflegen und gestalten.

Guido Gotthardt sagte in seinem Jahresrückblick: „Der Schwerpunkt unserer Vereinsarbeit war die umfangreiche Restaurierung der beiden Sockelflugzeuge F 86 und Fiat G 91 und die Wiederaufstellung an unserem Ausstellungsgebäude 68.“ Bezeichnend für das reiche Vereinsleben nannte er rückblickend die Organisation des 50. Salvatorabends in der Weser-Ems Halle, die Beteiligung an der Ausstellung der Stadt über die Entwicklung der „Alexanderheide“ im Wachgebäude, Ausflüge, die monatlichen Beer-Calls und weitere Veranstaltungen.

Der Vorsitzende lobte den Teamgeist und das große Engagement seines Vorstands, ohne den ein so umfangreiches Programm nicht leistbar wäre. „Positiv gestalten sich die steigenden Mitgliederzahlen und die über 18000 Klicks auf unserer Homepage“, freute sich Gotthardt. Für ihren Einsatz in der Traditionsgemeinschaft wurden Dieter Wrede und Detlev Sugland mit der goldenen Ehrennadel belohnt.

Als besonderen Neuerwerb für die Ausstellung im Gebäude 68 nannte Gotthardt ein „begehbares“ Original Alpha-Jet-Cockpit, das in wenigen Tagen aufgebaut wird und besichtigt werden kann. Zur weiteren Komplettierung der Ausstellung sucht der Verein Dokumente, aber vor allem Fotomaterial aus der Zeit vor 1945. Ansprechpartner ist Helmut Friz unter Tel. 9333255 oder info@fliegerhorst-oldenburg.de.

Ebenso bittet der Chronist Eric Mombeek aus Belgien um Unterstützung bei der Suche nach dem Flieger Georg Munderloh, geb. am 22. November 1919 in Oldenburg oder dessen Familienangehörigen. Auch hier nimmt Helmut Friz mögliche Hinweise entgegen.

Gewählt werden musste in der Hauptversammlung auch. Unter der Regie von Wahlleiter Werner Plohnke wurden im Amt bestätigt bzw. neu gewählt: Guido Gotthardt (Vorsitzender), Gerhard Tresbach (stellvertretender Vorsitzender), Rudolf Sender übernimmt das Amt des stellvertretendes Vorsitzenden vom ausscheidenden Rolf-F. Müller, Helmut Friz (Schriftführer), Alfred Claußen (Schatzmeister) und Fred Vosteen als Medienbeauftragter.


Mehr Infos unter   www.fliegerhorst-oldenburg.de 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.