Oldenburg Der Weg aus Brasilien war weit. Doch alte und neue Heimat von Augusto Cesar Francisco verbindet mehr als vermutet. „Ich komme aus Blumenau, einer brasilianischen Stadt, die von deutschen Einwanderern gegründet wurde“, erzählt der 34-Jährige und setzt noch einen drauf: „Dort spricht man sogar Plattdeutsch.“ Kein Wunder, dass sich Francisco schon gut eingelebt hat, wie er erzählt. Gemeinsam mit seiner Frau Laurisa Alves (34) besuchte er am Montagabend den Neubürger-Empfang der Stadt im PFL.

Auf Oldenburg war der Brasilianer während seines Stipendiums in Bonn vor drei Jahren aufmerksam geworden. „Ich möchte hier an der Uni in Soziologie promovieren“, begründet er seine Entscheidung. Während er bereits seit Februar vor Ort ist, zog seine Frau im August nach. „Wir sind noch dabei, alles zu erkunden“, sagt sie, wobei sie schon einige Vorzüge kennenlernte: „Oldenburg ist eine ruhige Stadt mit freundlichen Menschen.“

Zwei davon stehen beim Empfang direkt neben ihr und stoßen mit den beiden Brasilianern auf die Zukunft an. Lenchen (65) und Klaus Schmitt (66) hatten allerdings einen deutlich kürzeren Umzugsweg. Das Ehepaar wohnte zuvor lange in Großenkneten, ehe der Entschluss für den Umzug reifte. „Wir wollen es in unserem Alter bequem haben und die Vorzüge der Stadt nutzen“, sagt Lenchen Schmitt: „Dazu gehören vor allem die gute Versorgung und das kulturelle Angebot.“

Ihr Mann freut sich darüber, alle Wege mit dem Fahrrad zurücklegen zu können. „Es macht hier viel Spaß, zum Wochenmarkt zu radeln und die Einkäufe zu erledigen“, berichtet er. „Wir haben ein schönes Haus gefunden und sind in der Nachbarschaft hervorragend aufgenommen worden“, erzählt Lenchen Schmitt: „Oldenburg ist ja keine anonyme Großstadt.“

Sondern eine wachsende, betonte Silke Meyn in ihrer Begrüßungsrede. „Ich heiße Sie herzlich willkommen. Wir freuen uns über jeden einzelnen von Ihnen“, sagte die Erste Stadträtin. 170 Neu-Oldenburger waren der Einladung gefolgt, nach Angaben der Verwaltung verzeichnete die Stadt im vergangenen halben Jahr einen Zuzug von rund 2300 Neubürgern. Musikalisch wurden sie von Sängerin Annie Heger auf Oldenburg eingestimmt.

Im Namen der NWZ , die den Empfang gemeinsam mit der Stadt ausrichtete, begrüßte Sabine Schicke, stellvertretende Leiterin der Stadtredaktion, die Neubürger, die sich über das umfangreiche Angebot ihres Wohnortes informierten. Bei der NWZ -Willkommensverlosung überreichte sie Olantis-Tickets an Fabiana López Ginés, Leffers-Einkaufsgutscheine an Roelof Ensing und Jana Kirchhoff sowie ein iPad mini von der NWZ  an Helmut Heinen.

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