Oldenburg Alte Träume finden immer wieder junge Anhänger, die ihnen hinterherjagen: Den Wunsch, unter Applaus im Mittelpunkt zu stehen, gibt es schon sehr lange. Miss-Wahlen sind seit Jahrzehnten ein Weg, dieses Ziel zu erreichen. Und der Strom an jungen Menschen, die den Laufsteg auf dem Weg zum Ruhm wählen, scheint nicht abzureißen. Neun Damen versuchten sich am Sonnabend an Stufe eins, der Wahl zur Miss Oldenburg.->

Also rein ins schicke Abendkleid und in die Schuh mit den ganz hohen Absätzen, die so elegant aussehen können – sofern man sie beherrscht. Ansonsten verkommt der grazil gemeinte Bühnenauftritt zur Wackelpartie. Vielleicht gar nicht so schlecht, dass ein Physiotherapeut in der Jury sitzt.

Das Publikum im Einkaufszentrum Wechloy spendet freundlich Applaus. Nett anzuschauen sind die Damen ja so oder so. Mit dabei sind Bühnen-Touristinnen wie Ex-DSDS-Kandidatin Louiza Moorbeck, ganz junge Kandidatinnen wie die 17-jährige Schülerin Yasmin Brunken oder gestandene Frauen, die das „einfach mal zum Spaß“ machen, so die 28-jährige Atbineta Krashevci. Ihr Sohn amüsiert sich derweil im Kinderparadies.

Auf der Bühne hat Rudi Köhlke die Aufgabe übernommen, nicht nur dem überforderten Tontechniker die richtige musikalische Untermalung einzubläuen, sondern vor allem den Teilnehmerinnen ein paar Infos über ihr Leben zu entlocken, damit sich die Jury nicht nur anhand der üblichen Hobbys – tanzen, reisen, kochen – ein Bild machen kann. Also plaudert er mit Lena Wickel über ihre französische Bulldogge, mit Katharina Kiesé über Hudes Pferdeaffinität und erfährt von Jana Wlodarczak, was ein Personalfeldwebel macht.

Die Juroren kritzeln derweil fleißig ihre Notizen aufs Papier. Ein Hotelier, ein Gastronom, Mister Germany, eine Schauspielerin – ganz unterschiedliche Perspektiven bringen die Punktrichter ein. „Ich schaue auch aufs Gangbild“, erklärt Harm Hinrichs, der Physiotherapeut.

Zur Siegerehrung hat der Techniker den Knopf für die Fanfare tatsächlich gefunden. Alles ist bereitet für Küsschen, Krönchen, Tränchen. Platz drei für Louiza Moorbeck aus Ofenerfeld, Platz zwei geht an Jana Wlodarczak aus Bücken. Miss Oldenburg kommt wie so oft von auswärts. Katharina Kiesé aus Hude war zuvor schon in Bremen angetreten und in Osnabrück auf Platz zwei. „Ich stehe gern im Rampenlicht“, sagt die stolze 21-Jährige.

Dann rutscht ihr die wichtige Sponsorenschärpe von der Schulter. Übung macht den Meister, dies war ja nur Stufe eins auf dem Weg nach ganz oben. Nächste Station: die Wahl zur Miss Norddeutschland.

Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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