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Oldenburg „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor“, heißt es im „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe. Graf Anton Günther als armen Tor zu bezeichnen, wäre sicherlich anmaßend. Doch am Reiterstandbild scheiden sich die Geister. Das ergab die Umfrage der NWZ, die am Dienstag beendet wurde. Die Abonnenten gaben 466 Stimmen ab: 63 Prozent hielten das Standbild für Kitsch, 31 Prozent sprachen sich dafür aus, das Standbild stehen zu lassen, sechs Prozent waren unentschieden.

Das Ergebnis zeigt einen beachtlichen Unterschied zum Stimmungsbild, das die NWZ 2012 erstellt hat. Damals hatten sich 86 Prozent der 646 Teilnehmer dafür ausgesprochen, das vom Huder Künstler Bernd Eylers geschaffene Denkmal, das der mittlerweile verstorbene Unternehmer Klaus Dirks gestiftet hat, neben dem Schloss aufzustellen. Dagegen waren neun Prozent, einen weniger prominenten Platz als am Schloss wünschten fünf Prozent.

Hier können Sie an der großen Umfrage teilnehmen

Wie geht es weiter? Die Genehmigung für die Präsentation des Reiterstandbilds endet am 14. April. Die Ausstellung zu 400 Jahre Weserzoll, in deren Rahmen Kulturminister Björn Thümler (CDU) die Genehmigung erteilt hat, läuft zwar noch bis September. Doch die Zeit für das Reiterdenkmal am Schloss läuft laut Planung Mitte April ab.

Und Ihre Meinung?

Wie soll es mit dem Reiterstandbild weitergehen? Was passiert nach dem 14. April, wenn die Genehmigung für die Standfläche abläuft? Wir laden Sie, liebe Leserinnen und Leser, ein, uns Ihre Meinung zu sagen. In Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Unternehmen „Umfrageheld“ haben wir eine Umfrage entwickelt, bei der Sie uns anonym antworten können. Die Ergebnisse werden am 6. April in der NWZ veröffentlicht.

Hier können Sie abstimmen

Der ehemalige Präsident des niedersächsischen Landtags und frühere Oldenburger Oberbürgermeister Horst Milde hofft, dass das Standbild dauerhaft vor dem Schloss stehen bleibt. „Ich hoffe, dass sich endlich die Einsicht durchsetzt, dass das Denkmal für einen wichtigen Abschnitt der Oldenburger Geschichte steht“, sagte Milde der NWZ. Die derzeitige Aufstellung hält Milde allerdings für nicht optimal. „Das müsste noch einmal geändert werden.“

Mit Spannung erwartet Milde die Abstimmung über eine Petition von drei Oldenburger Bürgern beim Niedersächsischen Landtag, die für Mittwoch, 3. April, angesetzt ist. „Hoffentlich begreift der Landtag, um was es geht.“

Der Chef des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, Rainer Stamm, bemerkt, dass sich die Aufregung gelegt hat und sich die Bürger selbst ein Bild gemacht haben. Das Standbild stehe von der Öffentlichkeit relativ unbeachtet vor der Fassade. Es gebe berechtigte Zweifel an der künstlerischen Qualität und Ausführung, was auch schon Mitarbeiter des Kulturministeriums festgestellt und schriftlich belegt hätten, sagte Stamm, der selbst kein „Fan“ des Denkmals ist.

Die verschiedenen Standpunkte bei dem Thema prallen aufeinander: Was soll mit dem Standbild nach dem 14. April geschehen? Wo ist der richtige Platz? In einer Umfrage haben die NWZ-Leserinnen und Leser das Wort (Teilnahme bis 3. April möglich)!

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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