Oldenburg In der griechischen Mythologie ist der Hirtengott Pan ein ziemlich wilder und aufbrausender Typ. Er feiert und trinkt gerne und stellt schönen Frauen nach. „Der ist eigentlich nicht geeignet fürs Kindertheater“, stellt Autor und Regisseur Marc Becker lachend fest. Trotzdem hat er sich in seinem neuen Stück „Keine Panik!“ dafür entschieden, eben diesem Pan eine Hauptrolle zu geben.

In Beckers aktuellem Werk sind Ängste und der Umgang damit zentrales Thema. Sie betreffen einfach jeden, egal ob Kind oder Erwachsener. Während bei unseren Urahnen die Angst vor wilden Tieren dazu diente, Körperfunktionen so zu optimieren, damit sie möglichst schnell flüchten konnten, betreffen uns heute eher Ängste vor der Schule, vor Mobbing oder vor peinlichen Situationen.

Aber wir haben auch eine gewisse Angstlust entwickelt und begeben uns absichtlich in furchteinflößende Situationen, etwa beim Besuch einer Geisterbahn. „Wenn man vor nichts Angst hat, ist das Leben langweilig. Wir brauchen etwas zum Abarbeiten“, erläutert Becker diesen Aspekt, der ihn unter anderem zum Schreiben seines Theaterstückes inspiriert hat. So wie eben Pan, der Namensgeber für die heute noch geläufigen Begriffe „Panik“ oder „panische Angst“.

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Doch keine Panik! In diesem Theaterstück für Kinder ab neun Jahren tritt ein sehr gemäßigter Pan auf. Er trägt den schönen Namen Peter Panikakis und reist mit einer Art Zirkuswagen durch die Lande. Er hält Vorträge zum Thema Angst, gibt Seminare und kürt den Angstweltmeister. Amtierende Inhaberin dieses Titels ist Gabi, ein Hase bzw. Angsthase, der nur zu gerne ein Mensch wäre. Genauso wie Waldi, ein Hund, der das Problem hat, dass er sich noch nie vor irgendetwas oder irgendwem gefürchtet hat.

Beide suchen Rat bei Peter Panikakis und gemeinsam mit dem Publikum werden sie mit (vermeintlich) furchteinflößenden Situationen konfrontiert. Verpackt werden diese in Versuchsanordnungen und Experimente. „Diese Ambivalenz, diesen Spaß, den man am Gruseln hat, damit spielen wir und gucken, wie kann man Ängste kreieren, wie entstehen Ängste“, erklärt Becker.

Für die Musik und insbesondere für die Klänge und Geräusche wurde Johannes Winde ins Boot geholt, der bereits in der vergangenen Spielzeit für das Junge Staatstheater gearbeitet hat.

Mit Tobias Schormann gibt ein neues Gesicht im Ensemble des Staatstheaters sein Debüt als Peter Panikakis. Als Gabi ist Franziska Werner zu sehen und die Rolle von Waldi übernimmt Alexander Prince Osei.  Das Stück „Keine Panik!“ feiert an diesem Freitag ab 18.30 Uhr Premiere in der Exerzierhalle. Es sind noch Karten für 10 Euro erhältlich. Weitere Vorstellungen sind unter anderem am 12., 13. und 19. September jeweils um 10.30 Uhr.


     www.staatstheater.de 
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