Oldenburg Die Bedeutung der Fotografie für den Kunstmarkt hat sich in den vergangenen Jahren entscheidend verändert, und die Preise von Originalabzügen von großen Fotojournalisten wie etwa Andreas Feininger oder Henri Cartier-Bresson, Robert Lebeck und anderen haben angezogen. Fotografen wie Andreas Gursky, Thomas Demand und Thomas Ruff sind als Künstler hochanerkannt und deren Bilder in renommierten Museen zu sehen. In der Vorgängergenerationen sorgten Hilla und Bernd Becher mit der „Düsseldorfer Schule“ dafür, dass Industriewelten, die in den 1970er-Jahren für immer verschwanden, zumindest fotografisch für immer dokumentiert wurden.

Fotos gehen um die Welt

Und die World Press Foto-Ausstellung zeigt inzwischen auch jährlich in Oldenburg, dass bestimmte Bilder quasi ikonografisch in die Weltgeschichte eingehen, wie etwa jenes von dem ertrunkenen Jungen an einem türkischen Strand zeigt, das 2015 um die Welt ging.

Bis heute unvergessen ist auch jenes Foto vom New Yorker Times Square, das dem deutsch-amerikanischen Fotografen Alfred Eisenstaedt 1945 nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gelang und einen Matrosen zeigt, der eine Krankenschwester küsst.

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Auch in der Stadtoldenburger Geschichte gibt es Momente, die für bestimmte Zeitabschnitte und entwicklungsgeschichtliche Abschnitte stehen. Im Bild festgehalten wurden sie von den Fotoreportern jener Zeit. Zwei der bekanntesten widmet das Oldenburger Stadtmuseum jetzt eine Ausstellung: Günter Nordhausen und Peter Kreier. Sie trägt den Titel „Fokus Oldenburg“. Gezeigt werden Sportereignisse, große Feiern, Volksfeste, aber auch zeitgeschichtliche Entwicklungen. sowohl Günter Nordhausen als auch Peter Kreier arbeiten auch als Fotografen für die NWZ.

Gedächtnis der Stadt

Günter Nordhausen (1912-1983) hatte bereits in seiner Heimatstadt Berlin als Fotograf für Berliner Illustrierte gearbeitet. Von Kriegsende bis zum Beginn der 1970er fotografierte er vorwiegend für die NWZ und war in der Stadt sehr bekannt. „Dabei entstanden zum Teil Bilder, die sich im kollektiven Gedächtnis der Oldenburger Nachkriegsgeschichte fest verankert haben“, schreibt Dr. Andreas von Seggern, Leiter des Stadtmuseums, über den Bildreporter, der die Veränderungen der Stadt in jenen Jahren dokumentierte.

Peter Kreier (geb.1940) arbeitete viele Jahre für das Fotostudio der NWZ, war aber auch immer in Künstlerkreisen verankert und widmete und widmet sich der freien Fotografie. Sein fotografisches Werk wurde 2015 vom Stadtmuseum Oldenburg erworben. „Kreiers Leidenschaft gilt neben der Dokumentation städtebaulicher Veränderungen in Oldenburg insbesondere dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Stadt, deren Protagonisten er immer wieder sensibel mit der Kamera einfängt.“ So heißt es in der Ankündigung der Ausstellung, die an diesem Freitag, 27. Oktober, um 19 Uhr in den Räumen des Stadtmuseums eröffnet wird. Außer Dr. Andreas von Seggern spricht Dr. Klaus Groh über die Arbeiten. Zu sehen sind die Bilder bis zum 14. Januar.


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Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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