Oldenburg Buden, Stände, Bühnen so weit das Auge reicht. Wer vom Lefferseck zum Schlossplatz spaziert, erahnt die Dimensionen des dreitägigen Spektakels. Die Cheforganisatoren Janet Löschen und Reinke Haar nennen das Stadtfest gern die größte Musikkulturveranstaltung Norddeutschlands. Widersprochen hat noch niemand. Am Donnerstagabend fiel der Startschuss.

Vor der Marktplatz-Bühne hatten sich Hunderte Besucher zur Eröffnung eingefunden. Routiniert eröffnete Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die 43. Auflage des Festes mit einigen gezielten Schlägen auf den Zapfhahn. Das Fass Freibier fand viele dankbare Abnehmer. An den Schreibtisch werde er heute nicht mehr zurückkehren, sagte Krogmann. Kein Wunder: Sein Arbeitszimmerfenster im Alten Rathaus führt auf den Marktplatz.

Unübersehbar sind die Sicherheitsvorkehrungen, die in jedem Jahr umfangreicher zu werden scheinen. Schwere Zementblöcke sichern die Zufahrt vom Wall auf den Julius-Mosen-Platz – hier passt kein größeres Fahrzeug durch. Polizeistreifen auf den Straßen schauen nach dem Rechten, dienen als Ansprechpartner und sollen das Sicherheitsgefühl der Besucher erhöhen. Auch Zivilkräfte seien im Einsatz, hatte die Polizei angekündigt. Zusammen mit Mitarbeitern der Stadt hat die Polizei auch jugendliche Besucher im Auge. Leider genießen nicht alle den Alkohol in einem Maß, das sie noch gut vertragen, sagt die Erfahrung.

Mauro Di Nizio ist froh, dass Glasflaschen beim Stadtfest mittlerweile untersagt sind. „Vorher hatten wir morgens viel Arbeit mit Scherben“, berichtet der Inhaber des Eiscafés Italia am Julius-Mosen-Platz. Seinen Umsatz kurbele das Stadtfest eher weniger an. „Aber das macht nichts. So ein Fest ist gut für die Stadt.“

Gute Umsätze machen hingegen die Restaurants auf dem Schlossplatz. Bei „Kochen am Schloss“ hatten die Servicekräfte schon gleich nach der Eröffnung am Mittwochabend viel zu tun. Auch der Donnerstag hatte sich gut angelassen. „Gefühlt lief es besser als im Jahr zuvor“, sagt Fabian Kirsch, Mitarbeiter am „Hafenhaus“-Stand.

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An den weiß gedeckten Tischen haben sich schon am Nachmittag etliche Besucher eingefunden. Hier ist der Geräuschpegel geringer. Man hört das Klappern von Besteck und Weingläsern. „Eine tolle Veranstaltung“, freuen sich Manuela und Uwe Saul aus dem Kreis Herford. Die beiden besuchen ihren Sohn, der in Oldenburg studiert. Schon in den vergangenen Jahren haben sie so geplant, dass die Fahrt nach Oldenburg aufs Stadtfest-Wochenende fällt.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg

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