Oldenburg Das Leben ist einfach ungerecht. Der Vater stirbt und als drittgeborener Sohn erbt man nur einen Kater, während die älteren Brüder Hof und Mühle unter sich aufteilen können. Wie soll man so seine eigenen Träume verwirklichen können? Wenn dieser besagte Kater allerdings sprechen kann und dazu noch ziemlich clever ist, könnte vielleicht doch noch etwas daraus werden. Allerdings verlangt der Kater erstmal ein Paar ordentliche Stiefel, bevor er ans Werk geht.

Ab diesen Samstag steht „Der gestiefelte Kater“ auf dem Spielplan des Staatstheaters. In 31 Vorstellungen wird das Märchen innerhalb von sechs Wochen bis zum Jahresende gespielt. Die Bühnenfassung von Thomas Freyer ist inhaltlich sehr dicht an der Version der Gebrüder Grimm, aber in einer sehr schönen, heutigen Sprache, wie Dramaturg Matthias Grön findet. „Außerdem sind die Figuren gleichzeitig klassische Märchenfiguren, wie die Prinzessin und der König. Trotzdem erzählt Freyer durch das Märchen eine rasante Hochstaplerkomödie und übt damit auch ein bisschen sanfte Kritik an einer Gesellschaft, in der jeder nur an sich selber denkt und die Bedürfnisse der anderen oder der Gemeinschaft gepflegt ignoriert.“

Die Inszenierung übernimmt Regisseurin Krystyn Tuschhoff, die in Oldenburg schon viele Familienstücke ausgestaltet hat. Vor zwei Jahren hat sie „Der Wunschpunsch“ nach Michael Ende auf die Bühne gebracht, davor die „Schneekönigin“ und Dickens‘ „Weihnachtsgeschichte“. „Neu ist, dass wir nach vielen, vielen Jahren im Familienstück mal wieder Live-Musik dabei haben“, erzählt Grön. Die Musikerin Cindy Weinhold und Musiker Christoph Klan sorgen nicht nur für die musikalische Begleitung des Stückes, sie stellen gleichzeitig auch als Figuren auf der Bühne Musiker dar. Diese werden zwar zu Beginn vom König entlassen, kommen aber direkt durch die Hintertür zurück, machen einfach weiter und mischen sich in jede Szene ein. Lacher sind vorprogrammiert. Unterstützt wird Tuschhoff außerdem von Uta Materne im Bühnenbild und Mascha Schubert als Kostümdesignerin. Über die konkrete Ausstattung möchte Grön im Vorfeld allerdings noch nicht zu viel verraten. Es sei nur gesagt, dass das Bühnenbild sehr geschickt gewählt ist, um mit nur einem Raum trotz vieler Szenenwechsel auszukommen. Es wird bunt und fröhlich.
 Für die Premiere um 15 Uhr und eine weitere Vorstellung um 18 Uhr im Großen Haus gibt es noch Karten. Im Dezember finden fast täglich Aufführungen statt. Am 17. November und 2. Dezember unterstützen Gebärdensprachendolmetscher die Produktion. Tickets an der Theaterkasse, unter Telefon  22 25-111 und online.


     tickets.staatstheater.de 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.