Oldenburg „Das Pius-Hospital ist meine Heimat geworden“, sagt die Krankenhausseelsorgerin Schwester Barbara, die nun nach 24 Jahren unermüdlicher Tätigkeit von der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat des Pius-Hospitals in den Ruhestand verabschiedet wurde. Würdig – in der Piuskapelle.

„Durch ihre Art mit einem tiefen Interesse für ihre Mitmenschen – gewürzt mit einer Prise Humor – ist es Schwester Barbara gelungen, die Türen und Herzen im Pius-Hospital zu öffnen und die christliche Ausrichtung des Hauses stets spürbar werden zu lassen. Hierfür danken wir ihr sehr“, betonte Elisabeth Sandbrink, Pius-Geschäftsführerin bei der Verabschiedungsfeier.

„Meine Liebe und Sorge ist der Mensch. Der menschgewordene Gott meine Hoffnung und Stärke“, das ist Zeit ihres Ordenslebens ihr Motto und ihre Herangehensweise an ihre Arbeit gewesen. Sitzt man ihr gegenüber, blickt man in ein warmherziges offenes Gesicht.

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Viel Abwechselung hätte die Tätigkeit in ihr Leben gebracht. „Wenn ich die Tür des Patientenzimmers öffne, weiß ich nie was mich erwartet. Trauer? Angst? Hoffnung? Freude? Sich jeden Tag wieder auf dieses große emotionale Gefälle einzulassen, ist immer wieder eine schöne Herausforderung gewesen“, sagt die Ordensschwester vom Orden des heiligen Franziskus.

Diskretion war ihr wichtig. Keines der vielen Gespräche wurde je dokumentiert. Ihre Schweigepflicht hat sie immer sehr ernst genommen. „Sollte dennoch mal anzeigt gewesen sein, eine Information weiterzugeben, geschah das immer in Absprache mit dem Patienten“, versichert Schwester Barbara.

„Ich bin und bleibe an jedem Bett die Schwester Barbara und will in jeder Situation natürlich bleiben“, sagt sie. Auch wenn sie der katholischen Religion zugehörig ist, ihr Verhalten war immer ökumenisch.

Die Bedeutung der Seelsorge als einen integralen Bestandteil der Krankenversorgung in einem katholischen Krankenhaus hob der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Dr. Josef Lange, hervor. „Schwester Barbara hat immer wieder vorgelebt, dass Seelsorge als Teil christlicher Nächstenliebe zur Identität des Pius-Hospitals gehört. Wir sind ihr für ihr langjähriges Wirken zu tiefem Dank verpflichtet und wünschen ihr für die Zukunft Gesundheit und Gottes Segen.“ Nach eigenen Angaben ist ihr Weg zur Krankenhausseelsorge ein längerer beruflicher und religiöser Prozess gewesen. Der innere Impuls, dass es für sie eine andere Lebensform geben könne, hat sie nie losgelassen. „Dank guter Menschen und Gottes Führung konnte ich meine Entscheidung treffen und trat mit 23 Jahren der Ordensgemeinschaft des Heiligen Franziskus von Assisi bei“, so Schwester Barbara.

Und wie entspannt sie sich selbst? „Ich ziehe mich gern zurück in meine Wohnung. Auch ein Konzertbesuch oder Abendessen mit guten Freundinnen und Freunden sind sehr erholsam für mich“, sagt die Südoldenburgerin. Im Urlaub kann man sie ab und zu auf Wangerooge oder auf einem Pilgerpfad antreffen. Zum Feierabend führte ihr Weg immer durch die Pius-Kapelle: „Ich bitte den lieben Gott am Ende des Tages, dass er die Nachtwache übernimmt“, sagt sie mit einem Blitzen in den Augen.

Ihre Pläne für den Ruhestand sind noch nicht konkret. Ab 1. August wird Dr. Gunda Holtmann als Pastoralreferentin die Seelsorge im Pius-Hospital gestalten. Für die evangelische Krankenhausseelsorge ist weiterhin Pastor Jürgen Becker verantwortlich.

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