Oldenburg Ihr neues, öffentliches Veranstaltungsprogramm hat die „Schlaraffia Oldenburgia“ vorgelegt.

Der Männerverein wurde 1891 im damaligen Großherzoglichen Hoftheater Oldenburg (heute Staatstheater) im sogenannte Schwibbogen des Theaterkellers von Hofschauspielern und Kammermusikern des Theaters als „Schlaraffia Oldenburgia“ gegründet. Kunst, Freundschaft und Humor sind die gepflegten Ideale. Politik, Religion und Geschäft dagegen, „drei Bereiche, die immer zu allen Zeiten Unruhe stifteten“, so die Schlaraffen, sind absolute Tabuthemen.

„Das ist sicherlich der wesentliche Grund, dass dieser Verein, der eine humane Philosophie verkörpert, ununterbrochen 125 Jahre in Oldenburg besteht“, sagt Klaus Groth von der Schlaraffia. Jeder, der sich von den Idealen des Vereins angezogen fühle, sei als Mitglied „immer willkommen“.

Vor 15 Jahren gründeten die Oldenburger Schlaraffen die anerkannte Kleinkunstbühne „Burg Uhlenhorst“ am Friedensplatz. Neben Jazz- und Klassik-Konzerten, Lesungen und zeitgenössischem und literarischem Kabarett zeigte sie u.a. schon Stücke wie „Leutnant Gustl“ (Arthur Schnitzler), „Ein Bericht für eine Akademie (Franz Kafka), „Die Geburt des Spielmanns (Dario Fo), „Der Kontrabaß“ (Patrick Süßkind), „Ein Mann gibt Auskunft“ (Erich Kästner), „Ich bin ein Optimiste“ (Otto Reutter) oder auch das Stück „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery, aber auch „Heute Abend: Lola Blau“ von Georg Kreisler oder „Die drei Groschenoper“ von Bert Brecht und andere.

In diesem Oktober wird das Kulturprogramm mit vielen weiteren Veranstaltungen fortgesetzt:
 Am Sonntag, 27. Oktober, ab 11 Uhr spielt Jörg Hegemann, Träger zahlreicher Boogie-Woogie-Trophäen, Boogie vom Feinsten. Dazu erzählt er Anekdoten aus der Geschichte der Boogie-Welt.
 Am Sonntag, 24. November ab 11 Uhr präsentiert das tschechische Kammerduo Pavel Burdych (Violine) und Zuzana Beresova (Piano) tschechische Musikklassiker. In ihrem ersten Deutschlandkonzert sind Werke von Dvorak, Janacek, Smetana und Suk zu hören.
 Am 15. Dezember zeigt der chilenische Bühnenautor Alvaro Solar sein Stück „Männerfreundschaften“.
 Am 26. Januar 2020 wird ab 11 Uhr die Theatergruppe Erich Radke mit Gerhard Koch und René Schack, Cervantes „Don Quichote“ als vergnügliches szenisch-musikalisches Lesetheater auf die Bühne der Burg Uhlenhorst bringen.
 Überraschendes und Bekanntes von Bert Brecht („Geschichten vom Herrn B.“) trägt am 23. Februar Dagmar Dreke vor. Sie wird begleitet am Piano von Cat Lustig. Zu hören sind Brechtsche Lieder und Gedichte vom Exil bis zum Berliner Ensemble.
 Am 29. März geht Rena Schwarz auf Ursachensuche des Phänomens „Trennung“. Unter dem Titel „Laß uns Freunde bleiben!“ wird das Problem selbstironisch bearbeitet.
 Zum Abschluss der 16. Kleinkunstreihe hält der Kabarettist Jan Christoph Scheibe am 26. April ab 11 Uhr eine szenisch-musikalische Lesung über die Erfindung der Religion – unter der Frage „Wie glaubt man und wenn ja, warum?“

Wegen des begrenzten Platzangebots ist eine Anmeldung unter Telefon   04481/7720 der schlaraffia@gmx.org ratsam.


Mehr Infos unter   www.oldenburgia-matinee.jimdo.com 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.