Oldenburg Gerne ist man als Kind in seine Traumwelt eingetaucht, die man sich entweder selber erschaffen hat oder die auf den Geschichten von Autoren wie Walter Moers oder Joanne k. Rowling beruhten. Viele machen das auch noch als Erwachsene.

Auch Vera Reh denkt sich sehr gerne in ihre eigene, magische Welt – und nicht nur das: Die 32-Jährige hat sie in Romanform aufgeschrieben. Dafür hat sie ihre Fantasieorte detailliert erdacht, aufgezeichnet und anschließend mit Leben gefüllt – und mit Magie. Das Ergebnis heißt „Der Feuerrabe“.

Magie hat für die Oldenburgerin, die aus Cuxhaven stammt, dabei gar nichts mit „Hex-hex“ oder „Hokuspokus“ zu tun. „Magie bedeutet, dass man den unerklärlichen Phänomenen des Alltags eine neue Sichtweise eröffnet“.

Eine ziemlich deutliche neue Sichtweise erfährt Hauptfigur Eric in ihrem Roman. Der 14-jährige gebürtige Syrer zieht mit seiner deutsche Adoptivmutter Nora und seinen Brüdern Franky und William erneut um – nach Balderwald, einer magischen Druidenstadt. Eric und seine Familie gehören zu den Waldmagiern – er lernt an seiner neuen Schule, mit Tieren und Bäumen zu kommunizieren. In anderen Teilen der Welt gibt es daneben auch Feuer-, Luft-, Wasser- und Erdmagier.

Das ist natürlich kein Zufall, denn Natur- und Umweltschutz liegt Vera Reh sehr am Herzen. „Bei den Waldmagiern darf kein Baum zerstört und auch nichts aus Holz gearbeitet werden“, sagt die 32-Jährige. Ihr war wichtig, dass die Leser ihres Buches auch etwas mitnehmen können – und für ihr eigenes Leben lernen können. „Ich finde es wichtig, Kinder und Jugendliche auf Missstände aufmerksam zu machen – aber auf eine Weise, die nicht sofort ersichtlich ist.“

Gelernt hat Reh das Bücherschreiben nicht. „Ich habe mir meine Lieblingsbücher angeguckt und überlegt, warum ich die gut finde. Es gibt deshalb leichte Parallelen zu Harry Potter – aber im Endeffekt habe ich mein eigenes Ding gemacht“, sagt Reh.

Und da hat sie viel Arbeit hineingesteckt. Anderthalb Jahre hat sie an ihrem Erstlingswerk geschrieben – in Vollzeit. Am Anfang habe sie einige Wochen lang die Geschichte entwickelt und dafür auch Skizzen und Landkarte gezeichnet, sagt Reh, die ihr Buch komplett selbst erstellt und verlegt hat. Auch das Titelbild hat sie selbst kreiert.

Angefangen hat sie mit dem Schreiben, als sie nach ihrem Studium der Umweltwissenschaften sowie der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit auf Jobsuche war. Jetzt kann sie sich durchaus vorstellen, „in der Schreiberwelt zu bleiben“.

Vor allem das Bücherschreiben hat es ihr angetan. „Es macht viel Spaß, die Hintergründe der Figuren zu erklären und die Leser richtig hinter die Kulissen schauen zu lassen. Das ist das Schöne daran, wenn man mehrere Bände schreibt: Man kann die Figuren richtig aufbauen und in die Tiefe gehen.“ Ein Fortsetzung ihres Erstlingswerks scheint also nur eine Frage der Zeit.  „Der Feuerrabe – Das verschollene Buch der Druiden“ ist unter der ISBN 978-1521976845 für 13,97 im Internet erhältlich.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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