Italienischer Regierungschef Conte kündigt Rücktritt an
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 15 Minuten.

Regierungskrise In Rom
Italienischer Regierungschef Conte kündigt Rücktritt an

Oldenburg Es muss ja nicht immer Fabergé sein. Auch ein van de Gey-, Tiraei- oder Bergmann-Ei kann begeistern! Diese drei und noch einige weitere bekannte Oldenburger Illustratoren, Maler und Kreative haben sich für eine ungewöhnliche NWZ-Aktion mit Pinsel, Stift und sogar Beton am Bio-Ei ausgelassen, ihren sonst eher von Leinwand und Papier geschätzten Stil auf Schale gebracht.

Da diese Kunstwerke natürlich viel zu schade zum Pellen oder übers Jahr im-Schrank-Verstauen sind, haben wir uns gemeinsam mit beteiligten Künstlern dazu entschlossen, die Unikate in die nächste Kunstauktion der Oldenburger Aids-Hilfe zu geben. Dort ist man schon jetzt hellauf begeistert von der Eier-Spende für den guten Zweck. Und vielleicht ist’s für den ein oder anderen Leser nun ja sogar Motivation genug, kurz vorm Fest noch einmal selbst kreativ zu werden? Möglichkeiten und Farben gibt es schließlich mehr als genug ...

Andrey Gradetchliev (Foto: Geschonke)

Obwohl Andrey Gradetchliev sein ganz persönliches Osterfest mit der Familie erst eine Woche später feiert – „Ich bin getaufter Orthodoxchrist – bei uns ist Ostern ein großes Fest“ – hatte der Illustrator sein Minikunstwerk als erstes fertig. Trotz Feder, Tusche und Aquarell. Vielleicht macht’s ja die jahrzehntelange Erfahrung? „Osterhasen gibt es bei uns nicht, aber Ostereier werden immer wieder leidenschaftlich in unterschiedlichsten Farben bemalt. Am Ostersonntag finden dann richtige ,Eierschlachten’ beim Eiertitschen statt“, verrät er.

Meike Dikosso (Foto: Geschonke)

Bei Meike Dikosso hätte er in solch einem Vergleich aber wohl eher schlechte Karten. Denn die gelernte Schauwerbegestalterin hat in ihrem Kreativsalon am Trommelweg ein Beton-Ei gegossen. Obgleich: Eigentlich waren es sogar mehrere, allerdings nicht alle gleich erfolgreich. Das Endergebnis – ein „Street Eye“ – kann sich jedoch allemal sehen lassen!

Klaus Beilstein (Foto: Geschonke)

Apropos: In der Künstlerfamilie Beilstein arbeiten Heidi, Klaus und Felix üblicherweise autark, jeder für sich allein. Diesmal aber saßen alle an einem Tisch, schauten sich gegenseitig beim kreativen Wirken zu. Das Werk von Klaus Beilstein in besonderem Maße – zig Augen sind darauf gemalt.

Felix Beilstein (Foto: Geschonke)

Auch Sohn Felix Beilstein ist seinem künstlerischen Wirken treu geblieben, hat seinen unnachahmlichen König Osterei zu Ei gebracht, ihn überdies hoheitlich ausgestattet.

Heidi Beilstein (Foto: Geschonke)

Und dann wäre da ja auch noch Mutter Heidi Beilstein. Ihre so scharfzüngigen wie scharfkantigen „Lichtenbergs Hühner“ hat sie weg vom Papier und hinauf auf Schale geklebt. Einfach unverkennbar.

Die unterschiedlichen künstlerischen Ei(n)schläge sind da deutlich erkennbar. Banksy, Bosch, Magritte und Dalí hatten sich dem Ei bereits künstlerisch zugewandt, dieses aber nur in „2D“ nachempfunden. In „3D“ – und das sogar in Übergröße – haben hingegen unsere Oldenburger gearbeitet.

Detlef Krause (Foto: Geschonke)

Grafik-Designer Detlef Krause beispielsweise nahm sich mit seinen handelsüblichen Filzstiften gleich ein Straußenei vor, versteckte einen riesigen Kraken darin und dahinter. Zwei Stunden hat er dafür benötigt. Trotz mangelnder Erfahrung beim Eierbemalen – „außer ein paar Kindheitserinnerungen“, wie er sagt.

Martina van de Gey (Foto: Geschonke)

Noch ein bisschen größer dachte da Martina van de Gey. Die BBK-Vorsitzende hat gleich den gesamten Kosmos auf ihrem Ei untergebracht: „Weil es Wissenschaftlern erstmalig gelungen ist, ein schwarzes Loch zu fotografieren – das hat mich inspiriert“, sagt sie, „Gedanken über das Universum und dessen unvorstellbare Dimensionen sind faszinierend.“ Die eines Hühnereis aber nicht minder: „Lange habe ich daran getüftelt, auf der gebogenen Oberfläche eine saubere runde Form für die Planeten hinzubekommen.“ Und das Ergebnis ist beeindruckend.

Petra Bergmann (Foto: Geschonke)

Gleiches gilt nicht minder für den zuckersüßen Hasen von Petra Bergmann. Die Illustratorin hat schon immer gern zu Ostern Eier bemalt, wie sie sagt. Das übe sie nun auch mit ihren Jungs ein: „Sie sind bald in dem Alter, dass man das mit ihnen machen kann, ohne dass das Ei gleich zerdrückt wird.“ Zur Gestaltung des NWZ-Aktions-Eis nutzte sie indes alte Buchseiten, unterschiedliche Brush-Pens, Pigment-Liner und Edding. Und ganz viel Herz.

Said Tiraei (Foto: Geschonke)

Mit Ölfarben hat sich Said Tiraei an das Ei heran gewagt. Im Etzhorner Atelier Hilbers arbeitet er sonst üblicherweise an zwei, drei und mehr Meter großen Leinwänden und auf Holz – entsprechend riesig war da auch der Respekt vor dem kleinen, höchst fragilen Ei, wie er sagt. Sein Stil aber ist auch darauf klar zuzuordnen, natürlich hat er seinen bunten Papagei ebenfalls untergebracht. Und wer sucht, der findet dann vielleicht ja auch noch einen österlichen Hasen ...

Özlem Sjuts (Foto: Geschonke)

Die Botschaft von Özlem Sjuts springt indes sogleich ins Auge: „Schöne Ostern“ hat die Handletterin (Schönschreiberin im besten Sinne) mit Gel-Linern aufs edel mit Tafellack grundierte Ei gebracht. Das Eierbemalen hat in der Familie Tradition – die neuesten kleinen Schmuckstücke werden alljährlich gesammelt und zu Ostern dann wieder hervorgeholt.

Theo Haasche (Foto: Geschonke)

Ganz anders Theo Haasche – „ich habe es als Großvater für meine Enkelin zum ersten Mal gemacht“, sagt er, entsprechend habe sich der Auftrag dann im Bürgerfelder Atelier Martha auch „schwieriger als gedacht“ gestaltet: „Erst hatte ich auf die Schnelle keine Idee, dann habe ich festgestellt, das meine Pinsel für ein so kleines Objekt zu groß sind. Schließlich ist mir das hohle Ei vom Tisch gerollt und hat eine kleine Delle, die ich mit Spachtelmasse notdürftig flicken konnte.“ Das allein ist schon eine Kunst. Ob es auffällt? Nein!

Aber schauen und wagen Sie (es) doch selbst!

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

NWZONLINE-NEWSLETTER

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten.
Meine E-Mail wird nur zu diesem Zweck verwendet.
Einwilligung jederzeit wider­rufbar, Abmeldelink in jeder E-Mail. Die Datenschutz­erklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.