Oldenburg Welche Straße könnte geeigneter sein, als die Peterstraße, eine lange Nacht der Kirchen zu feiern? Gleich drei Kirchtürme ragen hier in den Himmel – und für alle ist Platz genug. „Glaube 500“ war dieses ökumenische Straßenfest überschrieben, zu dem sich am Samstagabend viele Menschen versammelten. Eingeladen hatte dazu die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Stadt Oldenburg (ACKO). Betont wurde das Verbindende und weniger das Trennende. Wo sonst die Autos im Feierabendverkehr schon einmal Stoßstange an Stoßstange stehen, gehörte die Fahrbahn an diesem Tag den Menschen, die entschleunigt zu Fuß unterwegs waren, miteinander ins Gespräch kamen und gut gelaunt von Stand zu Stand bummelten.

Gerade rechtzeitig zum Beginn der Feier, klarte es auf, nachdem es am Nachmittag noch aus Kübeln geschüttet hatte. In den Gotteshäusern konnte man Musik hören und auch selbst singen: Lukas- und Demantius-Chor (St. Peter) waren mit von der Partie, das Duo SoRo (Friedenskirche) und der Gospelchor Baseline sowie die Musikschule Contakte (Garnison).

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„Ich finde es schön, dass es ein Fest für die ganze Familie ist“, sagt Samuel Peterhanken, der mit seinem Sohn Fynn bei den „Menschenkickern“ und beim Stockbrotbacken Spaß hatte. Ob polnische Katholiken oder Evangelische Jugend, alle hatten sich etwas Besonderes für diesen Tag ausgedacht, der auch daran erinnerte, dass Reformator Martin Luther vor 500 Jahren seine 95 Thesen in Wittenberg an die Kirchentür geschlagen hatte.

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Und so gab es auch an einem Stand die Möglichkeit, selbst Schlagwörter als „Thesen“ zu formulieren: Das Wort „Mut“ war ebenso zu lesen wie der Wunsch nach „Liebe“ oder auch nach „Frieden“. Jemand hatte aber zudem „Demut“ aufgeschrieben.

Von Liebe war auch die Rede in den Liedern von Samuel Harfst. Der mittelhessische Sänger und Komponist hatte es vom Straßenmusiker in das Vorprogramm von Whitney Houston geschafft und berührte auch auf der Bühne vor dem PFL mit seiner Stimme und den Texten die Menschen.

Popkantor Steffen Schöps und seine Band bespielten die Bühne dann am späteren Abend. Wer zur Dämmerung in den Turm der Friedenskirche stieg und auf die gefüllte Peterstraße hinunter sah, sah ein stimmungsvolles Bild mit vielen Lichtern und Hunderten Menschen, in denen die Einzelnen zum Teil einer Gemeinschaft verschmolzen.

Viel Lob gab es für die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, die viel Engagement und Zeit in die Organisation dieses Fests gesteckt hatten.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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