Oldenburg Vor dem Altar stehen drei schwarzsilberne Hocker, mehrere Gitarren, eine Querflöte sowie links ein Klavier. Über einem Mikrofonständer schwebt ein hell leuchtender Stern, der einen Kontrast zur abwechselnd roten, blauen und violetten Bühnenbeleuchtung. bildet. Die Sitzreihen sind nahezu voll.

20 Uhr geht es los. Vicky Leandros schreitet unter Applaus lächelnd durch den Gang zwischen den Sitzreihen zur Bühne entlang. Ihre drei Bandkollegen sitzen bereits an ihren Instrumenten. Am Klavier: Bo Heart. Mirko Michalzik und Lothar Atwell an den Gitarren. „Ich gebe schon viele Jahre Weihnachtskonzerte, in einigen Städten war ich bereits mehrmals. Deshalb freue ich mich ganz besonders heute das erste Mal in Oldenburg singen zu dürfen!“, begrüßt Leandros das Publikum, das mit tosendem Applaus zustimmt. Leandros bedankt sich und beginnt mit ihrem ersten Lied „Schenk´ dir selbst eine wundervolle Weihnacht.“ Es folgen ein Song der Beatles aus den Siebzigern sowie ein griechisches Stück. Die 66-Jährige Sängerin, geboren in Griechenland, geht singend durch den Mittelgang, Es ist ein flottes Lied, das Publikum klatscht im Takt mit - die Stimmung ist fabelhaft!

Leandros singt abwechselnd auf Deutsch, Englisch, Griechisch und Französisch. Von den klassischen Weihnachtsliedern bis hin zu unbekannten Stücken, langsamen Balladen und lebhaften Liedern ist alles dabei. Dazwischen nippt sie an einem Kaffee und erzählt die Geschichten hinter den ausgewählten Liedern. Sie spricht über ihre Zusammenarbeit mit Xavier Naidoo und den Berliner Philharmonikern, außerdem über ihre Kindheit in der Weihnachtszeit. Bei dem Song „White Christmas“ habe sie stets die Erststimme und ihr Vater die Zweitstimme gesungen. Heute übernimmt Bandmitglied Lothar Atwell die Zweitstimme. An dieser Stelle verweist Leandros auf die großartigen Stimmen der drei Musiker und bedankt sich für die inzwischen mehr als zehn Jahre andauernde Zusammenarbeit aus.

Neben der besonderen Akustik im Kirchensaal, gab es noch ein weiteres Highlight. Mit lautem Applaus betreten acht Kinder, die Bühne. Sie gehören dem Hamburger Kinderchor „Sonnenstimmen“ an. Gemeinsam mit Leandros singen sie vier traditionelle Weihnachtslieder wie „Leise rieselt der Schnee“. Das Publikum stimmt mit ein - sich der Stimmung zu entziehen ist unmöglich. Für das Lied „Halleluja“ bittet Leandros um tatkräftige Gesangsunterstützung. Alles singt, hält sich in den Armen, bewegt sich zur Musik mit. Unter ihnen Rita Wilkens (51) aus Aschendorf, die ihrer Freundin Beate Reinert (55) aus Oldenburg die Konzertkarte zum Geburtstag geschenkt hat. „Wir waren schon um 18 Uhr da und haben einen Platz in der ersten Reihe ergattern können“, sagt Wilkens. Jeder Cent habe sich gelohnt, ist eine Karte mit knapp 70 Euro nicht ganz billig gewesen.

Nach circa 90 Minuten geht das Konzert zu Ende, jedoch nicht ohne Standing Ovations, einem nicht enden wollenden Applaus, Jubelrufen und Pfiffen. Sichtlich gerührt stimmt Leandros ein letztes Lied und abschließend singen alle noch einmal „Halleluja“.

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