Oldenburg Sind sie nun ein humoristisches Musik-Duo oder ein musikalisches Humor-Duo? Vielleicht ist das Definitionssache, vielleicht ist auch einfach egal. Das Duo „Reis against the Spülmachine“ alias Philipp Kasburg (38) und „Onkel Hanke“ Blendermann (32) kann auf jeden Fall singen, musizieren und ist dabei urkomisch. Dass das funktioniert, zeigt das nun zu Ende gehende Jahr mit zahlreichen Auftritten auf großen Bühnen und im Fernsehen.

„Da denkt man, das vergangene Jahr war schon das krasseste – und dann wird es noch krasser“, beschreibt Kasburg den schrittweisen Aufsteig Richtung obere Humor-Liga. Er kam durch sein Studium 2002 nach Oldenburg und arbeitet hier noch als Musiklehrer. Sein Duo-Partner studierte ebenfalls hier und ist Lehrer in Buxtehude.

Diese Arbeit wollen beide bislang auch nicht aufgeben – obwohl sie mittlerweile von ihrer Musik leben könnten. Denn haben sie sich sowohl in der Comedy- und Kabarett-Szene als auch beim Publikum eine Namen gemacht. Diese Erfolgswelle reitet die Zwei-Mann-Band spätestens seit ihrem Sieg beim NDR-Comedy-Contest im vergangenen Jahr.

2019 folgte dann eine noch größere Ehre: die Nominierung für den renommierten Kabarett-Preis „Prix Pantheon“ des Pantheon-Theaters in Bonn, der im WDR ausgestrahlt wurde. Zwar schafften es „Reis against the Spülmachine“ nicht ins Finale. Dennoch war schon die Berücksichtigung für den Preis, auf den man sich nicht bewerben kann, eine Auszeichnung.

Derzeit ist das Duo mit seinem neuen Programm „Die fitteste Band der Welt“ unterwegs und setzt weiterhin auf Musikparodien. Während Kasburg und Blendermann zuvor einen Schwerpunkt auf Lieder zum Thema Lebensmittel gesetzt hatten („You gotta fight for your Reis – Basmati“), ist diesmal kein Spezialgebiet im Programm. „Von Gesellschaftsbeobachtung bis Nonsens“, beschreibt Kasburg die Bandbreite. Dabei machen sie kein Halt vor Mozart oder Mark Forster, auch nicht vor Simon und Garfunkel oder den Beastie Boys.

Was sich mit dem Erfolg geändert hat, sind die Auftrittsorte. „Früher spielten wir meist in Bars, heute vermehrt auf größeren Bühnen“, so Kasburg. Sogar die ersten kleinen Stadthallen schafft das Duo zu füllen. Dadurch trifft die Band natürlich auch auf ein anderes Publikum. „In den etablierten Kultureinrichtungen treffen wir natürlich auf anderen Generationen als in den Studentenkneipen.“ Das gilt auch beim Heimspiel in Oldenburg, wo statt der Umbaubar das PFL wartet. Doch die Aufgabe bleibt dieselbe: Humor musikalisch präsentieren – oder doch Musik humorvoll? „Reis against the Spülmachine“ spielen am Donnerstag, 5. Dezember, ab 20 Uhr im PFL an der Peterstraße. Karten für 23 Euro unter


     www.nordwest-ticket.de 
Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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