Oldenburg Die Spiele mögen beginnen: Kommenden Freitag starten die Meisterkonzerte des Oldenburger Kunstvereins in die neue Saison.
 Zum Auftakt erklingt am Freitag, 27. September, 20 Uhr, im Alten Landtag europäische Musik des 16. und 17. Jahrhunderts – vorgetragen von Han Tol und Nigel North. Der Niederländer an der Blockflöte und der Brite an der Laute gelten als weltweit hoch geschätzte Meister ihrer Instrumente. Unter der Überschrift „La Suave Melodia – Die liebliche, sanfte Melodie“ bringen sie die virtuosen und auch die leisen, intimen Facetten der frühen Musik Italiens, Englands, Deutschlands und der Niederlande zu Gehör. Dabei erforscht das Duo Farben, Ausdruck und Wirkungen der Kompositionen. Viele der ausgewählten Stücke waren als Lieder Top-Hits ihrer damaligen Zeit. Aberwitzig schnelle Tonfolgen werden zu hören sein. Beide Künstler haben sich vor mehr als zehn Jahren als Professoren-Kollegen am Early Music Institute in Bloomington, USA, der bedeutendsten amerikanischen Hochschule für Alte Musik, kennen und schätzen gelernt. Aber erst in diesem Jahr gehen sie gemeinsam auf Europatournee.  Vier Wochen später, am Freitag, 25. Oktober, 20 Uhr, tritt mit Antje Weithaas, Marie Elisabeth Hecker und Martin Helmchen ein Klaviertrio internationaler Elite auf. Das Programm spannt einen Bogen von Joseph Haydn zu Felix Mendelssohn-Bartholdy, Robert Schumann und Lili Boulanger. Drei Komponistenpersönlichkeiten, die in ihren sehr kurzen Lebensspannen erstaunliche Werke geschaffen haben. Auf Lili Boulanger (1893-1918), die Impressionistin, darf die Zuhörerschaft besonders gespannt sein: Ihre Werke wurden erst in den 1960er Jahren öffentlich bekannt.
 Raphaela Gromes, in ihren jungen Jahren für ihr Cellospiel schon vielfach preisgekrönt, wird am Freitag, 22. November, 20 Uhr, auf dem Podium des Alten Landtags zusammen mit ihrem Duopartner Julian Riem am Klavier, einen Abend mit Sonaten von Beethoven, Mendelssohn-Bartholdy, Debussy und Offenbach gestalten.
 Nach der Weihnachtspause erwartet das Oldenburger Publikum dann am Freitag, 24. Januar, 20 Uhr, ein Höhepunkt der Kammermusik-Szene. Tanja Tetzlaff und das Bartholdy-Quintett, die Johannes Brahms’ Streichsextett in G-Dur aufführen, fordern ihre Hörer auch dazu auf, das Werk „mein Saitenspiel“ des 39-jährigen Robert Krampe zu erobern, das er 2010/11 eigens für das Bartholdy-Quintett komponierte. Mit Antonin Dvořřřřráks Streichsextett A-Dur von 1878 endet dieser erste Konzertabend des neuen Jahres.
 Die Saison der Meisterkonzerte des Oldenburger Kunstvereins geht am Freitag, 20. März, 20 Uhr, zu Ende. Bedřich Smetana, tschechischer Komponist der Romantik, Joseph Haydn, lange Jahre in Diensten der ungarischen Adelsfamilie Esterhazy, und Dimitri Schostakowitsch, in der Sowjetunion gefeiert und verdammt, sind die Komponisten dieses Programms, dargeboten von den vier Streichern des Schumann-Quartetts.
 Aber das ist noch längst nicht das Ende vom Lied: Eine vielversprechende, neue Spielzeit wird folgen. Für die Herbst/Frühjahr-Konzerte im Alten Landtag am Theodor-Tantzen-Platz gibt es noch Restkarten. Nichtmitglieder zahlen für Tickets zwischen 25 und 28 Euro, ermäßigt 6 Euro. Erhältlich sind Karten beim Oldenburger Kunstverein, bei der Buchhandlung Libretto, bei allen Verkaufsstellen von Nordwest-Ticket und an der Abendkasse.

Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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