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Oldenburg Houston, Atlantic City, Bristol, Moskau, London, Mexiko-Stadt: Dies sind nur einige der Städte, in denen Paul van Dyk in den kommenden Monaten auftreten wird. Er gilt nicht umsonst als einer der meist gereisten Musiker aller Zeiten. In diese illustre Reihe der Städte reiht sich am 3. August auch Oldenburg ein. Denn der weltbekannte Star-DJ ist die Hauptattraktion des ersten Tabularaaza-Festivals, das direkt vor den Toren der Stadt stattfindet.

„Das ist natürlich das größte Glück, das wir haben konnten“, sagt Veranstalter Jan Meiners. Als Neuling in der Festival-Landschaft, zeitgleich zu etablierten Musikereignissen wie dem Wacken Open Air oder dem „Watt en Schlick“ in Varel, mit so einem bekannten Namen werben zu können, gibt natürlich ordentlich Rückenwind. Wobei er überhaupt nicht davon ausgeht, dass man sich bei den Zuschauern irgendetwas wegnehmen werde. „Das ,Watt en Schlick‘ wird ausverkauft sein und wir werden es auch“, sagt Meiners. Sein Ziel von 20 000 Besuchern zu erreichen, daran hegt er keinen Zweifel. Eine Tageskasse hat er jedenfalls nicht geplant.

Für Aufsehen hatte Meiners von Anfang an mit seinem Bühnenprogramm gesorgt. Dass Stars der 90er Jahre kommen wie Haddaway, Captain Jack oder Rednex, machte sehr schnell die Runde. Daneben gibt es auf der Freifläche in Wiemerslande (Gemeinde Hatten) fünf weitere Bühnen: Electronic, Urban, Rock, Tech sowie Garden of Goa. Bekannte Künstler wie Neelix, Afrob oder Curse kommen nach Oldenburg. Auch Meiners selbst wird als Teil des Duos Housedestroyer auftreten. Sogar der Musiksender MTV konnte als Partner gewonnen werden.

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Dynamisch hinter dem DJ-Pult: Paul van Dyk gehört zu den weltweit bekanntesten Künstlern im Bereich der elektronischen Musik. Bild: Thomas Frey/dpa

Dass dazu nun auch der Name van Dyk auf den Werbetafeln stehen wird, führt der Veranstalter auf „viel Glück und Überzeugungsarbeit“ zurück. Seinen Angaben zufolge plant der DJ in diesem Jahr lediglich drei Shows in Deutschland – eine davon in Oldenburg.

Van Dyk, der mit bürgerlichem Namen Matthias Paul heißt, ist in Ost-Berlin aufgewachsen. Kurz nach der Wende begann er seine Karriere als DJ und machte sich einen Namen in der Techno- und Trance-Szene. Mit der Single „For an Angel“ schaffte er 1998 seinen internationalen Durchbruch. Neun Studioalben hat er bislang in seiner Karriere herausgebracht. Inzwischen ist der 47-Jährige rund um den Globus unterwegs, ist Headliner auf zahlreichen Festivals und zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten DJs weltweit.

Schlagzeilen machte der Musiker zuletzt auch durch einen schweren Unfall. 2016 war er bei einem Auftritt im niederländischen Utrecht rund sechs Meter von der Bühne gestürzt. Dabei zog er sich einen Bruch der Wirbelsäule und ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Wie sich herausstellte, war ein Loch im Boden nur mit einem Tuch abgedeckt worden. Ende Januar wurden van Dyk nun umgerechnet rund elf Millionen Euro Schadenersatz für Arztkosten und versäumte Gewinne zugesprochen.

Inzwischen ist der DJ aber wieder zurück auf den Bühnen der Welt. In diesem Jahr zum Beispiel als Zugpferd der Shine-Party-Reihe auf Ibiza oder auf dem Festival Tomorrowland im belgischen Boom. Und eben bei der Premiere eines kleinen Festivals vor den Toren Oldenburgs.


  Festival-Tickets unter   www.nordwest-ticket.de 
 Weitere Infos unter    www.tabularaaza.de 
Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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