Oldenburg Monkey Island ist eine paradiesische Insel, auf der ein luxuriöses Anwesen steht. In diesem Haus sollen zwei Wissenschaftlerinnen und zwei Wissenschaftler ihrer Arbeit nachgehen, fernab der Zivilisation, um sich voll und ganz auf ihre Aufgabe konzentrieren zu können. Und die hat es in sich: eine Marketingstrategie für In-vitro-Fleisch (also im Labor aus Zellkulturen gezüchtetes Fleisch) entwickeln.

Die Vier gehen mit ganz unterschiedlichen Motivationen an die Aufgabe heran. Den einen interessiert nur das Geld, eine andere sieht hier die Möglichkeit, die Welt zu verändern. Während sie sich auch persönlich näherkommen, merken sie nach und nach, dass etwas mit ihrer Behausung nicht stimmt. „Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden vom Haus verwöhnt. Das ist bis zu dem Punkt schön, an dem sie merken, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann“, beschreibt Dramaturgin Anna-Teresa Schmidt den Wendepunkt der Geschichte.

„Das Haus auf Monkey Island“ ist ein Theaterstück von Rebekka Kricheldorf und wird am 23. Februar im Kleinen Haus des Staatstheaters zur Uraufführung gebracht. Kricheldorf hat es quasi exklusiv für das Staatstheater geschrieben. Seit mehreren Jahren gibt es eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Staatstheater und dem Hanse Wissenschaftskolleg (HWK) in Delmenhorst.

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Einmal im Jahr schickt das Staatstheater ausgewählte Autoren ans HWK, um sich dort im Rahmen eines Stipendiums als sogenannte „Writer in Residence“ (in etwa mit einem Stadtschreiber vergleichbar) mit Wissenschaftlern oder anderen Stipendiaten auszutauschen und inspirieren zu lassen. Während ihres mehrmonatigen Aufenthaltes am HWK kam Rebekka Kricheldorf unter anderem mit einer Neurobiologin in Kontakt, die ihr mit Rat und Tat bei der Entwicklung ihres Bühnenwerkes zur Seite stand. Auch die Schauspieler konnten bei einem Besuch der Neurobiologin im Theater viele Fragen stellen. „Sie hat uns bestätigt, dass das Stück wissenschaftlich fundiert ist“, erklärt Schmidt mit einem Schmunzeln. „Wenn man hört, das Stück hat einen wissenschaftlichen Hintergrund, könnte man meinen, es würde trockene Materie auf einen zukommen. Das tut es aber definitiv nicht. Es ist kurzweilig, witzig und unheimlich – ein guter Mix.“

Auf der Bühne stehen vor allem die Dialoge der vier Akteure im Mittelpunkt. Es ist eigentlich eine Art Kammerspiel, das durch die unterschiedlichen Charaktere und ihre Auseinandersetzungen lebt. Regisseur Matthias Kaschig bezeichnet es als „pointensicher geschrieben“.

Das Bühnenbild von Thea Hoffmann-Axthelm nimmt sich zurück und setzt den Fokus auf den Menschen. „Wir sind da sehr auf die Grafik gegangen – raus aus dem Realismus“, beschreibt Kaschig die Gestaltung des Hintergrundes.

Wo man aufgrund der Geschichte im ersten Moment Luxus erwartet, zeigt sich ein schlichter Raum, der sehr wandelbar ist und verschiedene Perspektiven aufmachen kann. Auch der wissenschaftliche Kontext ist klar erkennbar. Unterstützt wird diese Atmosphäre durch Videotechnik von Stefan Bischoff und Kevin Graber.

Das Stück feiert seine Uraufführung am 23. Februar um 20 Uhr im Kleinen Haus. Es sind noch Restkarten erhältlich. Weitere Vorstellungen sind unter anderem am 15. und 21. März. Am 29. Mai ist die letzte Aufführung. Karten gibt es hier.

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