Oldenburg Der Vorhang geht auf und nacheinander laufen Kamele in die Manege. Reiherum führt der Dompteur die Tiere, lässt sie auf Treppchen steigen. Das ist nur ein Vorgeschmack auf die Tierwelt des Zirkus Charles Knie, der am Dienstag Premiere in Oldenburg gefeiert hat.

Gespannt warteten rund 1000 Zuschauer – darunter viele Familien mit Kindern – auf das ihnen versprochene „Spitzenprogramm“. Nach den Kamelen folgen Auerochsen, Kängurus, die über den Manegensand hüpfen, Lamas und Strauße. Jeder Schritt ist abgestimmt mit der Band, die oben im Zirkuszelt thront und begleitet wird von einer Live-Sängerin. „Das Programm haben wir noch nie in Oldenburg präsentiert“, sagt Zirkusdirektor Sascha Melnjak.

Spannung steigt

Doch nicht nur ein breites Spektrum der Tierwelt zeigte der Zirkus an diesem Nachmittag auf seiner 14. Tourneestation. Nachdem Gino der Clown zwei – halbwegs – Freiwillige aus dem Publikum in die Mitte der Manege gestellt hat und sie Seilspringen ließ, folgte eine Artistik-Show auf kleinstem Raum.

Wenn der Applaus am Anfang etwas verhalten gewirkt haben mochte, so schafften es die Artisten spätestens mit der Einlage, die Zuschauer in den Bann zu ziehen. Auf einer wenige Quadratmeter großen Platte kreiste das Duo auf Rollschuhen – auch mit verbundenen Augen brachte die beiden Rollschuhfahrer nichts aus der Ruhe.

Im Anschluss schien der Zirkus auf Hochtouren zu kommen. Eine gut zehn Meter hohe Stange wurde in der Mitte des Zeltes aufgestellt. Ein Mann und eine Frau klettern leichtfüßig hoch und runter. Bis der Mann die Kontrolle verliert, fällt – das Publikum hält die Luft an – und sich geschickt festhält. Alles Teil der Vorführung. Ein Aufatmen schien durch die Menge zu gehen, als der Akrobat nicht auf dem Boden aufschlägt.

Raubtiere und Akrobatik

Zeit für das Publikum zum Runterfahren. Die Sängerin beginnt zu singen und der Dompteur vom Anfang reitet auf einem Schimmel in die Manege, gefolgt von einer Herde Pferde. Zum Ende der ersten Hälfte bauen die Bühnenarbeiter einen runden Metallkäfig auf. Den Zuschauern wird klar: Gleich wird es laut. Ein Motorradfahrer fährt vor. Erst einer, dann zwei und schließlich zu viert fahren sie kopfüber und seitwärts in dem Stahlkäfig.

In der Pause verkündet der Sprecher, dass die Möglichkeit besteht, einen Blick hinter den Vorhang zu werfen. Etwas verhalten wagen sich einige Familien mit Kindern hinter den roten Stoff.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte tritt Raubtierdompteur Alexander Lacey in die Mitte der Manege – mit seinen 13 Raubkatzen. Löwen und Tiger machen auf sein Zeichen Männchen – alles hinter einem Gitter. Es folgen weitere Sketche mit Clown Gino. Als weiteren Höhepunkt der zweiten Hälfte zeigen Artisten Figuren auf dem sogenannten Todesrad. Die Zuschauer klatschen stehend, rhythmisch am Ende zur Musik und man bekommt den Eindruck, dass der Sprecher vom Anfang nicht zu viel versprochen hat. Bis Sonntag gastiert der Zirkus in Oldenburg.


Eine Bilderstrecke finden Sie unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 
Nathalie Langer Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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