Oldenburg „Mod Helmy – wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ ist der Titel eines Buches von Igal Avidan. Der Autor wird sein Buch an diesem Mittwoch ab 19.30 Uhr in einer Lesung im Forum St. Peter an der Peterstraße vorstellen. Die Veranstaltung wurde von der Evangelischen Akademie Oldenburg und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit organisiert.

Der 1962 in Tel-Aviv geborene Autor lebt seit 1990 in Berlin. In seinem neuesten Buch nimmt er den Leser mit auf seine Recherchen zu dem ägyptischen Arzt Dr. Mod Helmy, der 1922 zum Medizinstudium nach Berlin kam und dort seiner großen Liebe mit einer Deutschen wegen bis zu seinem Tode 1982 blieb. In seinen Berichten erfährt der Leser nicht nur von dem Leben und den Enttäuschungen des hochgeschätzten Arztes und seiner Verfolgung als „Nichtarier“ durch NS-Behörden und Gestapo mit mehrmonatigen Haftzeiten, sondern vor allem von seiner Bereitschaft, verfolgten Juden unter gleichzeitiger eigener Lebensgefahr zu helfen. Die Begegnungen mit Menschen, die ihm über Helmy berichten, lassen erahnen, warum es mehr als 50 Jahre dauerte, bis in der deutschen Gesellschaft die Bereitschaft entstand, sich mit denen zu beschäftigen, die still und selbstverständlich geholfen haben.

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