Oldenburg Woher stammt dieses Kunstobjekt? Zählt es möglicherweise zur „Raubkunst“ der Nationalsozialisten? Vornehmliche Aufgabe der Provenienzforschung an Museen, Bibliotheken und Archiven ist es, die Herkunft, Sammlungs- und Eigentumsgeschichte von Kunst- und Kulturobjekten zu klären. Am Mittwoch, 10. April, findet auf Initiative des Arbeitskreises Provenienzforschung erstmals der Internationale Tag der Provenienzforschung statt. Daran beteiligt sich auch das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg (Schloss) in Kooperation mit dem Stadtmuseum Oldenburg.

Ein umfangreiches Programm bieten beide Häuser an. Alles dreht sich um die Frage „Woher stammen die Dinge?“. Von 10 bis 12 Uhr haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, eigene Gegenstände mit problematischer Herkunft vorzustellen, die als NS-Raubgut verdächtigt werden. Sabine Stührholdt, Provenienzforscherin am Stadtmuseum, und ihr Kollege Dr. Marcus Kenzler vom Landesmuseum spüren in der Sprechstunde „Heikle Erbstücke in Privatbesitz?“ im Prinzenpalais der Herkunftsgeschichte der mitgebrachten Objekte nach und geben Tipps für eigene Recherchen; Anmeldung bis 8. April unter info@landesmuseum-ol.de oder Telefon   220 73 00.

Bei Expertenführungen durch das Landesmuseum und das Stadtmuseum stellen Kenzler und Stührholdt außerdem brisante Fallbeispiele vor und veranschaulichen Fragen, Ziele und Methoden der Provenienzforschung. Die Führung durchs Schloss findet von 14 bis 15 Uhr statt (Anmeldung: siehe oben). Die Führung im Stadtmuseum folgt von 16 bis 17 Uhr; Anmeldung bis zum 8. April, an stadtmuseum@stadt-oldenburg.de oder unter Telefon   235 28 86.

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Der Aktionstag wird künftig einmal jährlich am zweiten Mittwoch im April stattfinden. Übersicht der am Tag der Provenienzforschung teilnehmenden Kulturinstitutionen


unter     www.arbeitskreis-provenienzforschung.org 
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