Ofenerdiek Die Stimmung im voll besetzten und frisch renovierten Saal des Post SV war ausgelassen und fröhlich. Munter sollte das neue Jahr für die Arbeitsgemeinschaft (AGM) Ofenerdieker Vereine losgehen. Der Vorstand der AGM hatte Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur zum Neujahrsempfang eingeladen. Zum Auftakt wurde dann auch erst einmal gesungen. Da machten auch die Ehrengäste mit, zu denen der SPD-Bundestagsabgeordnete Dennis Rohde, die Landtagsabgeordneten Esther Niewerth-Baumann (CDU), Ulf Prange und Hanna Naber (beide SPD) sowie Ratsfrau Margrit Conty (SPD) zählten.

Musikalisches Denkmal

Gemeinsam mit dem Shantychor Oldenburg stimmten alle das Koopmann-Lied an. Es erzählt von den Siedlern, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Heimat fanden. Irene Pöpken hat dem Lied 1950 den Text gegeben und dem engagierten Oldenburger Jan Koopmann (1901-1960) damit ein Denkmal gesetzt. Gesungen wurde es nach der Melodie von „Wo de Nordseewellen“.

Ulrike Schwalm, Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Jan Koopmann Alexandersfeld, würdigte in ihrer Begrüßung besonders die Verdienste des Landtagsabgeordneten, Ratsherrn und Gewerkschafters Jan Koopmann, der seine Karriere als Maurer begonnen hatte. Seine Idee war es, kostengünstige Häuser für „de lüttge Lü“ zu errichten. 90 Häuser wurden gebaut. Die Architektur dieser Häuser sei unverkennbar, so Schwalm.

Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler lobte die Ofenerdieker, die besonders engagiert in diesem vielfältigen Stadtteil seien. „Bürgerschaftliches Engagement ist ein wichtiger Baustein für starke Stadtteile,“ Vereine würden das soziale, sportliche und kulturelle Leben bereichern.

Eilers-Dörfler gab einen Rückblick auf das vergangene und eine Vorausschau auf das gerade angelaufene Jahr. 2019 würde Oldenburg wahrscheinlich die 170 000er-Einwohner-Marke knacken. „Diese Entwicklung spiegelt sich natürlich auch in den Stadtteilen wider, und gerade in Ofenerdiek ist einiges in Bewegung.“

Als ein gutes Beispiels dafür, wie man bezahlbaren Wohnraum schaffen und gleichzeitig eine hohe Lebensqualität in der Stadt erhalten kann, führte die Bürgermeisterin die Jan-Koopmann-Siedlung an, die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert. Sie wies auch auf die geplante Bebauung auf dem ehemaligen Fliegerhorst hin. Im Dezember 2018 konnte das Bewerbungsverfahren für den ersten Bauabschnitt abgeschlossen werden. Am Mittelweg seien 84 Wohneinheiten in Vorbereitung.

Ebenfalls nannte Eilers-Dörfler weitere entstehende Wohngebiete um den Swarte-Moor-See und im Bereich Weißenmoor. Stolz könne Ofenerdiek auf ihren neuen Stadtteilpark Swarte-Moor-See sein, der im Mai 2018 eröffnet wurde und mit Unterstützung der AGM entstanden ist. Beim Blick in die Zukunft erwähnte die Bürgermeisterin, dass bis 2021 drei neue Kunstrasenplätze für Sportplätze im Westen, Nordwesten und im Süden der Stadt entstehen sollen. Beschlossen sei auch der Neubau eines Schwimmbades am Flötenteich und die Sanierung der Stadtteilbäder. Thomas Haake, Schatzmeister des Post SV, erzählte von den hohen Investitionen von rund 400 000 Euro, die der Verein für seine 750 Mitgliedern im vergangenen Jahr ausgegeben habe.

Ein Rädchen für alle(s)

Der Vorsitzende der AGM, Hermann Diercks, hielt für diesen Abend eine Überraschung bereit: eine Kooperation mit dem Verein „Ein Rädchen für alle(s) – Das Quartierlastenrad in Oldenburg“ . Die AGM habe den Bestand dieses Vereins um zwei Fahrräder erhöht, so dass noch mehr Menschen die Ausleihe in Anspruch nehmen können. Damit, so Diercks, werde die umweltfreundliche Mobilität gefördert. Lastenräder und Fahrradanhänger können online (www.lastenrad-oldenburg.de) kostenlos gemietet werden. „Bestens geeignet für die nächste Kohlfahrt“, warb der AGM-Vorsitzende.

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