Oldenburg Die russische Journalistin Anna Stepanowna Politkowskaja wurde nur 48 Jahre alt. Am 7. Oktober 2006 fand man sie erschossen im Hausflur vor ihrer Moskauer Wohnung. Bis dahin hatte sie mutig über Machtmissbrauch, Korruption und Willkür in ihrem Land berichtet, insbesondere während der Tschetschenienkriege. „Eine nicht umerziehbare Frau“ ist der berühmten Journalistin gewidmet und beleuchtet in rund 20 Episoden ihr Wirken.

Dramaturgie-Assistentin Anna-Teresa Schmidt gibt ein Beispiel: Bei einem Geiseldrama im Moskauer Dubrowka-Theater sollte Anna Stepanowna Politkowskaja vermitteln. 850 Besucher waren von Tschetschenischen Rebellen als Geiseln genommen worden, um den Rückzug Russlands aus Tschetschenien zu erpressen. Am Ende stürmte Russland das Theater, in das es zuvor Gas eingeleitet hatte. Dabei starben alle Rebellen und mindestens 130 Geiseln. „Natürlich gibt es Momente, in denen man schlucken muss“, sagt Anna-Teresa Schmidt. Das etwa zweistündige Stück sei aber kein Betroffenheitstheater.

Bei seiner Uraufführung im Jahr 2007 war „Donna non rieducabile“, so der Originaltitel des Autors Stefano Massini, als Monolog gezeigt worden. In Oldenburg setzt Regisseurin Felicitas Braun, die auch schon „Protestsong“ inszenierte, die deutschsprachige Erstaufführung mit zwei Schauspielerinnen und einer Musikerin in Szene.

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Diana Ebert und Caroline Nagel übernehmen den größten sprachlichen Teil, während die französische Performerin Solène Garnier mit unzähligen Instrumenten Musik macht. Solène Garnier stammt gebürtig aus Paris und lebt in Berlin. Mit der Regisseurin arbeitete sie bereits zuvor.

Die nächsten Vorstellungen sind am 14., 22., 25. und 29. November; Karten gibt es unter Tel. 2225-111 und übers Internet unter


  www.tickets.staatstheater.de 
Mehr Theater unter   www.nwzonline.de/theater 
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