Betrifft: „Streit um Tempo 30 auf Damm“ (NWZ vom 20. November)

Ach, liebe Osternburger, Ihr habt schon Eure liebe Not mit der Anbindung an die große Stadt. Und jetzt soll es auch noch Tempo 30 auf dem Damm geben, so dass – wie der Bürger- und Gartenbauverein Osternburg-Dammtor vermutet – die Autofahrer großflächig diese Zone des Teufelswerkes umfahren.

Nun verhält es sich so, dass der Damm bei seiner Länge von ca. 370 Metern bei dort kaum vorstellbarem Tempo 50 in etwa 27 Sekunden durchfahren wird und bei Tempo 30 in ca. 44 Sekunden, also 17 Sekunden länger. Ein Klassenunterschied, wie wir nun wissen. 17 Sekunden.

Hmmm, an einer Ampel wartet man 90 Sekunden (...) und die meisten Autofahrer verbringen ca. 13 500 Sekunden pro Tag vor dem TV, das allerdings freiwillig.

Lieber Gartenbauverein, gern möchte ich mir die Bemerkung erlauben, dass Muße nicht nur im Garten wundervoll ist. Mancher Autofahrer täte gut daran, die Dinge etwas gelassener zu sehen, ich eingeschlossen.

Was läge da näher, als einen Radfahrer mal 370 Meter vor sich radeln zu lassen, der genauso ein Verkehrsteilnehmer ist und – wenn er auch nur ein bisschen zügiger fährt – auf dem Radweg tatsächlich um sein Leben fürchten muss? Und den Autofahrern, die im Kampf um 17 Sekunden Ausweichstrecken nutzen, ist womöglich gar nicht mehr zu helfen.

Jens Glaser Oldenburg

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